02:01 28 Januar 2020
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    Der brasilianische Fotoreporter Sebastião Salgado hat den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen. Die seit 1950 vergebene Auszeichnung wurde überhaupt erstmals an einen Fotografen verliehen. Damit wurde das Engagement des 75-Jährigen für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Naturschutz gewürdigt.

    Sebastião Salgado nahm am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegen. Mit dem 75-Jährigen wurde ein Künstler ausgezeichnet, „der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht“, hieß es in der Begründung der Stiftung. 

    Zugleich habe er mit seinem „Instituto Terra“ eine Einrichtung geschaffen, die einen direkten Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität und Ökosystemen leiste. 

    Für seine eindrücklichen Fotoreportagen reiste Salgado in mehr als 120 Länder. Mit seinen sozialfotografischen Werken machte er etwa auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in Goldminen oder den Völkermord in Ruanda aufmerksam. 

    Später zeigte er mit „Genesis“ die Schönheit des Planeten. Salgado und seine Frau Lélia gründeten in ihrem Heimatland Brasilien das „Instituto Terra“. Dort arbeiten sie an der Wiederaufforstung eines kleinen Teils des Regenwalds. Bislang wurden dort um die 2,7 Millionen Bäume gepflanzt.

    Salgado ist der erste Fotograf, der den Friedenspreis erhalten hat. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1950 vergeben. Im vergangenen Jahr ging sie an das Ehepaar Aleida und Jan Assmann, eine Kulturwissenschaftlerin und ein Ägyptologe.

    leo/ae/dpa

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    Fotograf, Brasilien, Preis, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutschland