SNA Radio
    Kultur
    Zum Kurzlink
    3321
    Abonnieren

    Das FBI hat in einem New Yorker Museum ein Gemälde entdeckt, das die Nationalsozialisten 1933 einer jüdischen Familie gestohlen haben sollen. Über den Fund berichtet unter anderem der Sender BBC.

    Das Werk „Winter“ des US-amerikanischen Künstlers Gari Melchers war demnach Teil einer Ausstellung im Arkell Museum, bis es im vergangenen Monat erkannt wurde.

    Das Gemälde war laut dem Bericht zuerst von dem deutschen Verleger und Philanthrop Rudolf Mosse bei der Großen Berliner Kunstausstellung im Jahr 1900 gekauft worden.

    Die Nationalsozialisten beschlagnahmten das Werk samt der Kunstsammlung der jüdischen Familie, als diese aus Deutschland floh. Verfolgt wurden die Familienmitglieder von Mosse unter anderem wegen Verbindungen zur NSDAP-kritischen Zeitung „Berliner Tageblatt”.

    Der amerikanische Unternehmer Bartlett Arkell erwarb das gestohlene Gemälde 1934 und machte es zum Teil seiner persönlichen Kunstsammlung, die später in die Museumssammlung einging.

    Das Museum verzichtete auf die Rechte auf das Werk, nachdem die Geschichte zum Vorschein gekommen war.

    jeg/sb

    Zum Thema:

    Exklusiv: Nach Haft in Deutschland – Ukrainischer Oligarch packt aus
    Atombomben: „Deutschen wird Illusion vorgespielt, daß …“ – Experte enthüllt Irrtum bei US-Druck
    USA: Gewaltige Implosion vernichtet Erdölindustrie
    Tags:
    Diebstahl, Gemälde, FBI, New York, USA