04:13 18 November 2019
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    Russlands Vize-Kulturministerin Alla Manilowa (Archiv)

    Ministerin für neue Form der deutsch-russischen Zusammenarbeit

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    Russland und Deutschland in der „Petrinischen Epoche“ sind Thema des XIII. Internationalen Peter-der-Große-Kongresses. Die Beziehungen des russischen Kaisers zu seinen westlichen Verbündeten diskutieren Geschichtsforscher und Kulturexperten im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur.

    Mit dabei in Berlin: Alla Manilowa vom russischen Kulturministerium. „Es ist eine einzigartige Plattform europäischer Zusammenarbeit im geisteswissenschaftlichen Bereich, es gibt wohl kaum etwas Gleich-Schwergewichtiges und Intensives wie diese Verflechtung zwischen den beteiligten Institutionen aus Wissenschaft und Kultur Europas und Russlands.“

    Die Staatssekretärin der Russischen Föderation ist mit konkreten Vorstellungen angereist und trifft sich am Rande des Kongresses mit Vertretern deutscher Verbände, um über eine neue Form der deutsch-russischen Museumsarbeit zu sprechen, denn bislang gibt es nur bilaterale Abkommen zwischen den Häusern.

    „Vor dem Hintergrund des gigantischen kulturellen Erbes unserer beiden Länder sollte die Zusammenarbeit enger werden, fundamental weiterentwickelt und auf eine gemeinsame Basis gestellt werden, und nicht nur im Einzelnen wie bisher verfolgt werden“, so die stellvertretende Kulturministerin.

    Dazu inspirieren sie die Visionen Zar Peters des Großen:

    „Peter schätzte die geistigen Errungenschaften Deutschlands in Wirtschaft wie Schiffbau und der Bildung, er bemühte sich, alles Gute, was in Europa erschaffen wurde, auch nach Russland zu importieren, und dazu gehörte eben auch das Wissen. Warum? Auf dass Russland auf schnellstem Wege zu einem bedeutenden europäischen Staat werde! Denn dafür wären eigentlich Jahrzehnte, Jahrhunderte nötig gewesen, doch Peter wollte nicht solange warten. Er wollte das Vorhaben schnell und auch persönlich vorantreiben und es eben nicht den kommenden Generationen überlassen, sondern Russland persönlich groß machen, (…) denn als Genie in Staatsangelegenheiten begriff er, dass dazu umgehend alles Fortschrittliche und Neue aus dem Ausland auch Eingang ins Russische finden musste. Und das hat er geschafft. Denn beginnend noch zu seinen Lebzeiten konnte keine einzige wichtige Entscheidung im europäischen Maßstab ohne Russland getroffen werden. Das ist sein Verdienst. Und heute ist es immer noch so – und so wird es immer sein!“

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    Tags:
    Import, Wissen, Beziehungen, Peter I, Deutschland, Russland