13:47 20 November 2019
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    „Die Verspottung Christi“, ein Werk des florentinischen Malers Cimabue, in Paris ausgestellt

    Von Müll zu Gold: Protorenaissance-Malerei für Rekordsumme von 24 Millionen Euro versteigert

    © REUTERS / Charles Platiau
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    Ein Meisterwerk des italienischen Malers der Protorenaissance, Cimabue, ist für unglaubliche 24,1 Millionen Euro verkauft worden. Es wurde in einem kürzlich verkauften Haus im Norden Frankreichs gefunden, berichtet die Zeitung „Le Parisien“.

    Das Werk wurde für eine Rekordsumme von insgesamt 24,1 Millionen Euro am Sonntag versteigert, nachdem es für 4 bis 6 Millionen Euro von dem Auktionshaus Acteon in der nordfranzösischen Stadt Senlis geschätzt worden war.

    Es war ein historischer Moment für Sammler, da niemals zuvor ein Werk des Meisters des 13. Jahrhunderts unter den Hammer gekommen war. Die Arbeiten von Cimabue sind sehr selten – nur zehn Werke wurden als ein Original Cimabue von Spezialisten anerkannt.

    „Ein Sammler wird nie in seinem Leben einen Cimabue (bei einer Auktion – Anm. d. Red.) sehen“, sagte der Versteigerer Dimonique Le Coёnt am nächsten Tag nach der Entdeckung der Malerei.

    Meisterwerk incognito
    Sturtevant, Triptych Marilyn, 2004 Synthetischer Polymer-Siebdruck und Acryl auf Leinwand, 55 x 130 cm
    Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, London, Paris, Salzburg, © Estate Sturtevant, Paris, Foto: Charles Duprat

    Das Werk wurde im Juni von einem Aktionshaus in einem Haus der nordfranzösischen Stadt Compiègne gefunden, nachdem es gebeten worden war, im Haus einer 90-jährigen Frau „den Inhalt auszusortieren“. Das Werk mit der Größe von 25 x 20 Zentimeter hing zwischen der Küche und dem Wohnzimmer. Es war im perfekten Zustand. Das Aktionshaus entschloss sich daraufhin, das Gemälde zu analysieren. Es stellte sich heraus, dass dieses Werk aus der Hand des italienischen Malers Cimabue entstanden war.

    Das Gemälde stellt Jesus Christus dar, der umgeben von ausdrucksstarken Gesichtern war. Laut den Experten könnte es ein Teil eines „Diptychons vom Jahr 1280 sein, in dem acht ähnlich große Tafeln die Passion Christi darstellen“. Die Familie wusste nichts davon, da die Malerei für sie wie eine einfache russische Ikone aussah. Sie wussten außerdem nicht, wann das Gemälde in ihren Besitz kam.

    „Nichts hatte darauf hingedeutet, dass eine solche außergewöhnliche Entdeckung gemacht wird“, erklärte eine Angestellte des Auktionshauses. „Es ist berauschend für alle“.

    dg/ae

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    Tags:
    Auktion, Frankreich, Gemälde