19:17 06 August 2020
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    Raubzug im Grünen Gewölbe (17)
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    Zwei Tage nach dem Einbruch in die Schatzkammer Grünes Gewölbe hat Direktor Dirk Syndram in einem Interview mit der „Sächsischen Zeitung“ weitere Details preisgegeben – vor allem zum Sicherheitssystem des Museums.

    Er verwies darauf, dass das Sicherheitssystem der Dresdner Schatzkammer vor vier Jahren überprüft worden sei. Damals sei man zu dem Schluss gekommen, dass „alles bestens“ sei, erläuterte Syndram.

    „Das war fast wie ‚Mission Impossible‘, was die da veranstaltet haben“, zitierte ihn das Blatt.

    Hat sich Glaslieferant nicht an Versprechen gehalten?

    Außerdem zeigte sich der Museumschef von der Geschwindigkeit überrascht, mit der die Vitrine mit den Juwelen zerbrochen werden konnte. Man sei davon ausgegangen, dass man eine Viertelstunde mit einer Axt auf das Sicherheitsglas einschlagen müsste, bevor es beschädigt werden kann – dieses Versprechen des Lieferanten wurde laut Syndram allerdings nicht gehalten.

    Mittlerweile fehlt der Polizei immer noch eine konkrete Spur der Täter, die am 25. November über 100 Gegenstände aus den wertvollen Juwelensammlungen des Museums gestohlen hatten.

    Inzwischen wird das Dresdner Residenzschloss, wo sich das Grüne Gewölbe befindet, ab Mittwoch wieder für Besucher zugänglich, die Schatzkammer selbst bleibt aber zur Spurensicherung gesperrt.

    Experten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden machen unterdessen eine Bestandsaufnahme der Verluste und Schäden, die die Juwelendiebe am Montagmorgen verursachten. Im Schloss befinden sich auch das Münzkabinett, die Rüstkammer und das Kupferstichkabinett. 

    msch/sb/dpa

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