15:14 14 Dezember 2019
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    Adolf Hitler bei Verhandlungen mit Carl Gustav Mannerheim in einem Zug, ca. 1942

    Hitlers Speisewagen steht nun dauerhaft im Museum in Neuenmarkt

    © Foto : Karl Sjöblom / seura.fi / Wikimedia Commons / Gemeinfrei
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    Das Deutsche Dampflokomotiv Museum kann den einstigen Speisewagen von Adolf Hitler und Salonwagen von ehemaligen Kanzlern wie Konrad Adenauer (CDU) dauerhaft ausstellen.

    Die Oberfrankenstiftung hat den Salonspeisewagen 10 242 von einem Privatmann gekauft und stellt ihn als Dauerleihgabe dem Haus in Neuenmarkt zur Verfügung. Laut Museum ist das Fahrzeug „ein einmaliges Zeugnis über die Regierungs- und Repräsentationszwecke der deutschen Eisenbahn“. Seine Geschichte wurde sogar schon in einem Dokumentarfilm verewigt, wie es heißt. Seit 2001 war der Salonspeisewagen schon im Deutschen Dampflokomotiv Museum zu sehen.

    Es gibt noch andere historische Eisenbahnwaggons, die einst die Nationalsozialisten geordert hatten und die später bis Willy Brandt von Kanzlern der Bundesrepublik unter anderem für Wahlkampftouren genutzt wurden. Im Haus der Deutschen Geschichte in Bonn etwa steht seit 1990 Waggon 10 205 – als erstes Exponat des Museums. Helmut Schmidt bekam laut einem Sprecher noch einen neuen Salonwagen. „Dann waren Flugzeug, Hubschrauber und Auto erste Wahl.“ 

    Nazi-Auktion in München

    Im Münchner Auktionshaus „Hermann Historica“ sind in der vergangenen Woche etliche Nazi-Devotionalien unter den Hammer gekommen. Bei der Online-Auktion wurden 842 Gegenstände versteigert, darunter viele persönliche Besitztümer ehemaliger Nazi-Größen: der Zylinder von Adolf Hitler aus seiner Privatwohnung am Prinzregentenplatz etwa ging bereits für 50.000 Euro an einen Bieter, ein Aschenbecher aus des Führers persönlichem Besitz brachte 6.400 Euro, eine Luxusausgabe von „Mein Kampf“ aus dem Besitz von Hermann Göring ging für schlappe 130.000 Euro weg.

    Die Versteigerung hatte bereits im Vorfeld für scharfe Kritik gesorgt. „Mit einigen Dingen sollte man einfach keinen Handel treiben“, schrieb Rabbi Menachem Margolin von der European Jewish Association (eja) in Brüssel in einem Brief an das Auktionshaus. Der Verband der Juden Europas forderte darin die Absage der Versteigerung.

    leo/ae/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Museum, Wagen, Adolf Hitler