06:21 11 Dezember 2019
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    Кадр из мультфильма Маша и медведь

    „Mascha und der Bär“ in den Top 5 der beliebtesten Kindersendungen weltweit

    © Foto : Animaccord (2009)
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    Die russische Animationsserie „Mascha und der Bär“ gehört nach Angaben der internationalen Forschungsagentur Parrot Analytics zu den fünf beliebtesten Kindersendungen weltweit. Das teilte das Unternehmen Animaccord mit.

    Vom 20. Oktober bis 18. November seien 20.000 Sendungen für Kinder im Alter von zwei bis elf Jahren untersucht worden. Die Beliebtheit einer Kindersendung sei an der Zahl der Video-Aufrufe und der Interaktion in den sozialen Netzwerken gemessen worden, heißt es in der Mitteilung.

    Die Animationsserie „Mascha und der Bär“ schaffte es als meistgesehener Zeichentrickfilm in das "Guinness Buch der Rekorde" – die Folge „Mascha plus Kascha“ wurde mehr als vier Milliarden Mal aufgerufen. Die Milliardenmarke auf YouTube knackten unter anderem zwei weitere Folgen: „Guten Appetit“ mit 1.3 Milliarden Aufrufen und „großes Wäschewaschen“ mit 1.1 Milliarden.

    2019 begeht die Zeichentrickserie ihren zehnten Geburtstag. Die Serie gibt es in 36 Sprachen und sie wird in 100 Ländern weltweit ausgestrahlt. Im Juni dieses Jahres  startete Animaccord die vierte Musikstaffel der Serie. Sie trägt den Namen „Maschas Liedlein“.

    „Kreml-Propaganda“

    Im November 2018 hatten Kritiker in einem Beitrag von „The Times“ die Animationsserie „Mascha und der Bär“ als „Softpower“ bezeichnet und den Machern („Animaccord“-Studios) vorgeworfen, damit „Kreml-Propaganda“ zu betreiben.

    „Mascha hat einen durchsetzungsfähigen, unangenehmen Charakter, dabei ist sie entschlossen. Sie nimmt zu viel auf sich. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass sie sich auf putinische Weise verhält“, erklärte damals Professor Anthony Glis von der Buckingham University, der sich mit der Serie befasst hatte.

    Der Charakter  des Bären hingegen soll, so Priit Hybemyagi von der Universität Tallinn, „das Bild Russlands im Bewusstsein der Kinder vom Negativen zum Positiven ändern“. Das stelle eine Bedrohung für die nationale Sicherheit von Estland dar.

    Dmitri Lovejko, der Chef der „Animaccord“-Studio, kommentierte die Vorwürfe folgendermaßen: „Es ist schwer das zu kommentieren, wenn, dann nur mit einem großen Anteil an Ironie. In der Times hätte man schreiben sollen, dass sich Mascha wie Churchill verhält.“

    mka/gs

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    Tags:
    Mascha und der Bär, Zeichentrickfilm