06:17 09 August 2020
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    Cineastische Leckerbissen aus Russland gibt es ab Freitag beim Neunten Deutsch-Russischen Kinoforum in Hamburg. Regisseure und Produzenten zeigen preisgekrönte Streifen und Neues. Eine Rarität aus dem Jahr 1918 und andere Premieren stehen auf dem Programm sowie ein Film über eine Walross-Dame aus dem Hamburger Zoo.

    Beim „Kinohafen“ getauften Cineasten-Forum handelt es sich um eine jährliche Veranstaltung, bei der russische Filme gezeigt werden. Das Programm umfasst in diesem Jahr zehn neue russische Filme, einen Wettbewerb, öffentliche Vorträge und Meisterkurse. Führende russische Regisseure, Produzenten und Kinokritiker sind mit dabei.

    Preisträger des Kinofestivals in Cannes

    Den Kino-Reigen eröffnet das Drama „Beanpole": Der Film von Kantemir Balagow ist in Cannes mit zwei „Un Certain Regard“-Preisen ausgezeichnet worden. Erwartet wird als Ehrengast Konstantin Schawlowski, russischer Kinokritiker und Leiter des Internationalen Andrej Tarkovskij Filmfestivals.

    "Wir sind sehr froh, dass es uns trotz komplexer Rahmenbedingungen auch in diesem Jahr gelungen ist, ein interessantes Programm zu erstellen. Unser Ziel ist es, die Hamburger Filmkultur weiter zu bereichern und Brücken zwischen Menschen und Kulturen zu schlagen", so die Vorsitzende der Kulturbewegung RockFront e.V. und Leiterin des Filmforums, Elena Botchanowa.

    Publikumslieblinge, Premieren und Petersburger Stil

    Am Sonnabend werden drei Filme gezeigt. Darunter ist „Revolutionsjubiläum" von Dziga Wertow. Bereits 1918 gedreht, galt der Film seit rund einem Jahrhundert als verschollen. Das Werk feiert seine Premiere in Hamburg, die Vorführung wird von Live-Musik begleitet -  gespielt von Pianist Filipp Cheltsow.

    Als weiteren Höhepunkt stellt Valeri Todorowski, Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor persönlich seinen neuen Film „Odessa" vor. Todorowski habe den Filmstil Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts entscheidend geprägt, so Filmexperten und Kollegen.

    Im Rahmen von "Kinohafen" gibt es einen Kurzfilmwettbewerb, die besten Kurzfilme der St.Petersburger „Neuen Filmschule“ werden gezeigt, zudem stellt der Kritiker Anton Dolin die  neuesten Trends der russischen Filmkunst vor. Mit Freude wird Wladimir Marins Doku über die Rettung eines Walross-Weibchens erwartet: Das Tier lebte zwei Jahre im Hamburger Zoo Tierpark Hagenbeck und anvancierte zum Publikumsliebling.

    Das Deutsch-Russische Kinoforum „Kinohafen“ findet seit 2011 statt. Seit seiner Gründung flimmerten mehr als 100 Filme aus Russland, Deutschland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken über die Leinwand. Das Festival ist Teil des Internationalen Kulturprojekts „Russian Seasons – Russische Saisons".

     

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    Tags:
    Filmfestival, Russland, Deutschland, Hamburg