05:50 22 Januar 2020
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    In Russland gehört Klassik von Kindesbeinen an zum guten Ton: Klavierklimpern, Geigenfiedeln, Ballettstunden, Stillsitzen in der Philharmonie. Auch Deutschland pflegt Musikkultur. In der Tradition gemeinsamen Musizierens steht die MusikAkademie: Das Konzert mit Star-Pianist Denis Matsuev und Dirigent Valery Gergiev in Berlin zeugt davon.

    Es ist ein russisch-deutsches Ensemble, das am Sonntag spielt: Junge Musiker des Mariinsky-Theaters St. Petersburg, der Berliner Universität der Künste und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ unter der Leitung des weltbekannten Maestro Valery Gergiev im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin. Mit dabei: Star-Pianist Denis Matsuev. Das Konzert steht unter dem Motto „Von Sehnsucht und Aufbruch“. 

    Werte bewahren - Musikalische Traditionen hochhalten

    Die Kraft und Qualität der musikalischen Traditionen ist in Deutschland wie in Russland stark. Doch Kinder und Jugendliche interessieren sich heute oft mehr für Smartphones, Computerkonsolen und Youtube-Kanäle. Die Gesellschaft verwandelt und entwickelt sich weiter, nicht zuletzt haben auch politische Spannungen ihren Einfluss.

    „Auch das „klassische“ Musikleben hat in den letzten Jahrzehnten vielfache Veränderungen erlebt und zahlreiche Impulse und Neuorientierungen erfahren, die auch in die Musikpraxis eingreifen“, so Tatjana Rexroth, Geschäftsführerin von RCCR Projects und Organisatorin der MusikAkademie.
    • Russisch-Deutsches Konzert von Nachwuchskünstlern und Weltstars 2018
      Russisch-Deutsches Konzert von Nachwuchskünstlern und Weltstars 2018
      © Foto : RCCR Projects
    • Dirigent Valery Gergiev
      Dirigent Valery Gergiev
      © Foto : RCCR Projects
    • Russisch-Deutsches Konzert von Nachwuchskünstlern und Weltstars 2018
      Russisch-Deutsches Konzert von Nachwuchskünstlern und Weltstars 2018
      © Foto : RCCR Projects
    • Ein russisch-deutsches Ensemble unter der Leitung des weltbekannten Maestro Valery Gergiev
      Ein russisch-deutsches Ensemble unter der Leitung des weltbekannten Maestro Valery Gergiev
      © Foto : RCCR Projects
    • Russisch-Deutsches Konzert von Nachwuchskünstlern und Weltstars 2018
      Russisch-Deutsches Konzert von Nachwuchskünstlern und Weltstars 2018
      © Foto : RCCR Projects
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    Russisch-Deutsches Konzert von Nachwuchskünstlern und Weltstars 2018

    Ein verantwortungsvoller Umgang mit den bedeutenden musikalischen Traditionen in Europa ist angesichts dessen erforderlich, so das Credo der Macher der Russisch-Deutschen MusikAkademie. Es ist eine Plattform für junge Künstler aus Ost wie West und aus einer Initiative von Musikstudenten aus Deutschland und Russland hervorgegangen. Zentrum und Arbeitsort der Akademie ist das Mariinsky-Theater in St.Petersburg, die künstlerische Leitung obliegt Gergiev.

    Den „großen“ Meisterwerken der Musik soll besondere Aufmerksamkeit und Pflege zuteilwerden. So soll der jungen Generation das Gefühl und das Verständnis für die Musik und die Ästhetik, nicht zuletzt der Wert der Werke selbst vermittelt werden: in Workshops, Studienprojekten und bei Konzerten. Das gemeinsame Musizieren soll gegenseitiges Verstehen befördern – auch im Sinne des voneinander Lernens, ob es nun im Orchester oder per Kammermusik stattfindet: Die Künstler finden Gemeinsamkeiten und loten Unterschiede der musikalischen Traditionen aus.

    „Sie wissen sich der beide Nationen übergreifenden Musikkultur verbunden. Und das ungeachtet politischer Verhältnisse, denn sie setzen auf die Bedeutung von Musik und auf die Verständigung auf Basis von Begegnung und Austausch“, so Rexroth.

    Leidenschaft und Mut – Sehnsucht und Aufbruch

    Die MusikAkademie geht nun schon ins sechste Jahr ihres Bestehens. Unter dem Motto „Leidenschaft und Mut“ kamen 2018 in St. Petersburg und Berlin 80 Nachwuchsmusiker zusammen, um ihr Nationen übergreifendes Orchester zu bilden und ein gemeinsames Konzertprogramm zu erarbeiten. In diesem Jahr heißt es „Von Sehnsucht und Aufbruch“ und sie bringen Werke von Sergej Rachmaninow – das Konzert für Klavier und Orchester – und „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky aus den Jahren 1909/1910 zu Gehör. Das Werk war seinerzeit eine Auftragsarbeit von Sergej Diaghilev für die Ballets Russes - der Inspiration für das Internationales Kulturfestival „Russian Seasons “, die in diesem Jahr in Deutschland stattfinden.

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