22:03 21 Januar 2020
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    Die Pariser Kathedrale Notre-Dame, in der im April ein verheerender Brand ausgebrochen war, bleibt laut Domdekan Patrick Chauvet in Gefahr. Dies meldet die Nachrichtenagentur AP.

    Die Kirche bleibe sehr fragil, sagte Chauvet am Rande einer Weihnachtsmesse. Es gebe derzeit eine 50-prozentige Chance, dass die Struktur gerettet werden könne.

    „Derzeit ist sie (die Kathedrale – Anm. d. Red.) nicht außer Gefahr“, zitiert die Agentur den Geistlichen.

    Gewölbe in Gefahr

    Bedroht seien vor allem die Gewölbe des gotischen Denkmals. Das verbliebene Gerüst könne auf die Gewölbe fallen. Notre-Dame werde erst nach dem Herausnehmen des Gerüsts außer Gefahr sein.

    Das Gerüst müsse „völlig entfernt“ werden. Dann werde 2021 möglicherweise auch die Restaurierung der Kathedrale beginnen.

    „Derzeit können wir sagen, dass vielleicht eine 50-prozentige Chance besteht, dass sie gerettet wird.“

    Nach Einschätzung des Domdekans wird es drei Jahre dauern, bis Menschen die Kirche ohne Gefahr betreten können. Eine komplette Restaurierung werde aber noch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

    In der Kathedrale konnte zum ersten Mal seit mehr als 200 Jahren kein Weihnachtsgottesdienst stattfinden. Chauvet empfinde deswegen „Herzeleid“. Die Messe wurde in einer nahegelegenen Kirche gefeiert.

    Wie lange wird der Wiederaufbau dauern?

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte seine Absicht angekündigt, Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren wiederaufzubauen. Experten zweifeln allerdings an dem Fünf-Jahres-Ziel: Angesichts der Komplexität der Aufgabe müsse man eher zehn bis 15 Jahre veranschlagen.

    Brand in Notre-Dame

    Der schwere Brand in der Kathedrale Notre-Dame war am 15. April ausgebrochen und hatte das historische Bauwerk im Zentrum von Paris schwer beschädigt. Das Feuer hatte den Dachstuhl zerstört, die Außenmauern stark beschädigt und den Dachreiter zum Einsturz gebracht. Jedoch sind laut den Feuerwehrleuten die Struktur von Notre-Dame und die Hauptkunstwerke erhalten geblieben.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft gab als mögliche Ursachen des katastrophalen Großbrandes unter anderem auch eine nicht ganz ausgelöschte Zigarette und eine defekte Stromleitung an.

    mo/sb

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    Paris, Frankreich, Notre-Dame