21:10 24 Januar 2020
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    Das „Unwort des Jahres” 2019 heißt „Klimahysterie”. Das gab die Jury der sprachkritischen Aktion am Dienstag in Darmstadt bekannt.

    Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass „Klimahysterie” zur Diffamierung und Diskreditierung der Klimaschutzdebatten und -bewegungen diene. In einer Presseerklärung verweisen sie darauf, dass das Wort gesellschaftsübergreifend verwendet werde – „– von der F.A.Z. über Unternehmer bis hin insbesondere zu AfD-Politikern”.

     Bundesumweltministerin Svenja Schulze lobte die Auswahl und deren Begründung:

    „Nämlich zu sagen, das kann doch nicht sein, dass man die notwendigen Dinge, die wir jetzt tun müssen gegen den Klimawandel, dass man die als Hysterie bezeichnet – also so tut, als wären wir krank.”

    Insgesamt wurden dieses Mal 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht. Rund 50 Vorschläge entsprachen den Kriterien, wie etwa „Bauernbashing”, „Ökodikatur”, „Umvolkung”, „Bevölkerungsexplosion” oder „Ethikmauer”. Die Zahl der Einsendungen ging in diesem Jahr damit aber erneut zurück. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 900 gewesen. Früher gab es auch schon mal deutlich über 2000 Vorschläge.

    Zu den häufigsten Einsendungen dieses Jahres, die allerdings nicht zwingend den Kriterien der Aktion entsprachen, zählten unter anderem „Verschissmus”, „Deals”, „Umweltsau”, „alte weiße Männer”, „Verschmutzungsrechte”, „Klimaleugner”.

    In den vorigen drei Jahren wurden „Anti-Abschiebe-Industrie”, „Alternative Fakten” und „Volksverräter” zum Unwort gekürt.

    Die sprachkritische Aktion entstand in Deutschland im Jahr 1991. Die Benennung der Unwörter des Jahres soll „in erster Linie als Anregung zu mehr sprachkritischer Reflexion“ dienen.

    msch/dpa

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    Tags:
    Umwelt, Klimaschutz, Unwort