08:56 24 Oktober 2020
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    Ein Sammler hat auf einem Antiquitätenmarkt in Polen ein Fotoalbum entdeckt, dessen Deckel „eine Tätowierung, Haare und einen üblen Geruch“ aufwies, berichtet die Tageszeitung „Metro“.

    Das Buch wurde gekauft und dem Auschwitz-Museum übergeben, das es als „historischen Beweis des Verbrechens“ bezeichnete.

    Eigentlich akquirierte das Museum das Buch bereits im Januar, doch erst vor wenigen Tagen nahmen die Medien die Geschichte auf.

    Natur-Fotos im Gräuel-Buch

    Das Album enthält mehr als 100 Postkarten und Fotos, die hauptsächlich Naturaufnahmen und Panoramen zeigen.

    ​Das Museum besitzt neben dem Album auch ein Notizbuch, das ebenfalls aus der Haut von Holocaust-Opfern hergestellt wurde.

    Die Analyse der Bücher habe ergeben, dass die beiden Deckel in derselben Buchbinderei hergestellt wurden. Die synthetischen Fasern, die in den beiden Büchern festgestellt wurden, lassen demnach eine Erscheinungszeitspanne vermuten, denn diese wurden spätestens 1935 entwickelt.

    Nach Angaben, die die Museumsmitarbeiter sammeln konnten, gehörte das Album einer bayerischen Familie, die während des Zweiten Weltkrieges ein Gästehaus in einem Kurort betrieb. Der Deckel wurde den Besitzern vermutlich von einem Wächter des KZ Buchenwald geschenkt.

    ​Die Herstellung von Gegenständen aus menschlicher Haut wird meistens in Verbindung mit Ilse Koch gebracht, die als Frau des Kommandanten von Buchenwald für ihre besondere Grausamkeit gegenüber den Häftlingen berüchtigt war.

    msch/sb

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    Tags:
    Nazi-Verbrechen, Nazi-Deutschland, Nazimorde, Nazis, Grusel, Polen, Flohmarkt, Album, Buch, Haut, Konzentrationslager, Auschwitz