07:45 29 September 2020
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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (200)
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    Das Coronavirus erreicht auch die Berliner Kultur: Mindestens bis Ostern bleiben alle großen Theater, Opern- und Konzerthäuser geschlossen. Der Schaden könnte beträchtlich sein. Berlins Kultursenator spricht den Umgang mit den finanziellen Folgen der Krise an.

    Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden alle geplanten Veranstaltungen in den großen Sälen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin abgesagt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) teilte am Dienstag mit, dieser Beschluss gelte vorerst bis zum Ende der Osterferien, also bis zum 19. April. Er empfehle auch den großen Privattheatern so zu verfahren.

    Kleinere Häuser sollen selbst entscheiden

    Für Veranstaltungen in kleineren Häusern und Sälen bis zu 500 Zuhörern liege die Risikobewertung zunächst bei den jeweiligen Einrichtungen, die sich an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts orientieren sollten. Wer akut erkrankt ist oder zu einer Risikogruppe gehöre, sollte auf den Besuch von Veranstaltungen ohnehin ganz verzichten.

    Verantwortung für finanzielle Einbußen

    Er hoffe, dass bei den Beratungen auf Bundesebene zum Umgang mit den Folgen der Corona-Ausbreitung auch die finanziellen Folgen für die Kulturinstitutionen berücksichtigt werden. „Sie mit den finanziellen Folgen der Einschränkungen allein zu lassen wäre unverantwortlich“, erklärte Lederer.

    Vor allem die Einbußen großer Häuser wie die Philharmonie mit 2250 Sitzen oder die Deutsche Oper für 1885 Zuhörer könnten beträchtlich sein. Betroffen sind unter anderem auch die Komische Oper mit 1190 Plätzen, aber auch das Deutsche Theater mit 600 Sitzen und die Staatsoper Unter den Linden mit 1300 Plätzen.

    Kartenerstattungen

    „Für uns ist die Entscheidung bedauerlich, aber nachvollziehbar“, sagte die Sprecherin der Deutschen Oper Berlin, Kirsten Hehmeyer. Man müsse nun darüber nachdenken, wie man etwa Karten erstatte.

    Aktuell finden in der Deutschen Oper die Proben zu „Antikrist“ statt, einer zeitgenössischen Komposition von Rued Langgaard (1893 – 1952) in einer Inszenierung von Regie-Shootingstar Ersan Mondtag. Am 21. März sollte Premiere sein, vielleicht gibt es den Antichristen nun zu Ostern.

    ba/dpa

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