06:01 30 November 2020
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    An Brücken hängen oft metallene Vorhängeschlösser. Sinnbild für Romantik und Verbundenheit sollen sie sein. Schon so manches Bauwerk ist unter der tonnenschweren Liebeslast zusammengebrochen. Aus abmontierten Liebesschlössern schuf Carmen Mariscal in Paris eine drei Meter hohe Installation: Sie erinnert an ein Haus und ein Gefängnis gleichermaßen.

    Mit ihrer Arbeit will die französisch-mexikanische Künstlerin Mariscal das Haus als psychischen Raum analysieren und die Liebe als ein Verbunden- und Gefangensein hinterfragen. 

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    Tonnenschwere Last

    Die Vorhängeschlösser stammen von den beiden Brücken Pont des Arts und Pont de l’Archevêché, deren Geländerteile vor einigen Jahren unter der Last teilweise eingebrochen waren. Seitdem werden die Schlösser regelmäßig abmontiert. An der Brücke Pont des Arts, die den Louvre mit dem linken Seine-Ufer verbindet, wurden einmal 45 Tonnen Metall entfernt, an der Brücke Pont de l'Archevêché in der Nähe von Notre-Dame 20 Tonnen. 

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    Bei uns Zuhause

    Mariscal, 1968 in Kalifornien geboren, lebt und arbeitet in Paris. Die Arbeiten der Künstlerin kreisen unter anderem um das soziale Gewissen und um die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Die Installation mit dem Titel «Chez Nous» (etwa: Bei uns Zuhause) ist bis zum 28. April auf dem zentralen Place du Palais-Royal zu sehen.

    ba/dpa

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    Tags:
    Frankreich, Kunst