13:58 09 Juli 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (527)
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    Das weltberühmte Bolschoi Theater in Moskau zeigt im Internet vorerst bis zum 11. Mai noch mehr seiner oft ausverkauften Ballett- und Opernaufführungen. „Mit Freude teilen wir mit, dass das Theater auf seinem Youtube-Kanal von Mittwoch an Spitzenballette und Opern aus dem ‚Goldenen Fonds‘ übertragen wird“, kündigte das Bolschoi am Dienstag an.

    Das seien unter anderem „Le Corsaire“, „Don Quichotte“ und „Spartakus“ sowie die bisher letzte Premiere von Nikolai Rimski-Korsakows Oper „Sadko“. Die Aufführungen sind jeweils nur 24 Stunden online abrufbar - Start ist 18.00 Uhr MESZ wie bei einem richtigen Theaterabend in Moskau, hieß es.

    Spitzenspektakel gratis im Internet

    Das größte Theater Russlands hatte zuletzt erstmals überhaupt seine Kassenschlager im Internet kostenlos gezeigt, darunter die Spitzenballette „Schwanensee“ und „Dornröschen“. Dafür sind sonst kaum Eintrittskarten zu bekommen. Die ersten sechs Übertragungen haben 6,5 Millionen Aufrufe in den zwei Wochen gehabt und Zuschauer in 134 Ländern erfreut, teilte das Theater weiter mit. „Wir setzen unsere Kultur-Isolation fort“, hieß es.

    Wie viele Kultureinrichtungen weltweit ist das Bolschoi wegen der Corona-Krise voraussichtlich bis Ende dieser Spielzeit geschlossen.

    Besucher und Theater in Selbstisolation

    „Unsere lieben Besucher sind zur Selbstisolation verdammt“, sagte Bolschoi-Generaldirektor Wladimir Urin. „Deshalb haben wir entschieden, die Übertragung unserer Aufführungen im Internet fortzusetzen. Zumal das den Leuten offenkundig viel Freude bringt.“
    Francesco Araja. Zefal i Prokris
    © Foto : Viktor Nemtinow
    Francesco Araja. "Zefal i Prokris"

    Millionenverluste täglich

    Wegen des stillstehenden Betriebes muss das Bolschoi mit erheblichen Einbußen rechnen. Der Theaterdirektor bezifferte die täglichen Einnahmeverluste mit etwa neun Millionen Rubel (112 500 Euro).

    am/gs/dpa

     

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    Aufführung, Internet, Coronavirus, Bolschoi Theater, Moskau, Russland