14:47 10 August 2020
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    Die Kulturminister der Länder und Staatsministerin Monika Grütters haben sich auf Eckpunkte für die Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen verständigt. Die Vorschläge reichen von kleinen Formaten, Freiluftaufführungen bis hin zur Verpflichtung zur Platzreservierung. Immer im Blick: die Infektionszahlen.

    Das Papier stelle eine Vorlage für Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs dar, teilte die Kulturministerkonferenz am Mittwoch mit.

    „Das vorliegende Bund-Länder-Papier bietet eine praxisorientierte Grundlage. Wir wollen, dass Kreative bald wieder ihren Beruf ausüben und wir – das Publikum – ihre Kunst genießen können“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

    Vor-Ort-Konzepte und Infektionszahlen

    Danach sollen Wege aufgezeigt werden, wie Kultureinrichtungen in der Corona-Krise schrittweise wieder geöffnet werden könnten - vor dem Hintergrund der lokalen Entwicklungen der Infektionszahlen. Es sollen Vor-Ort-Konzepte mit grundlegenden Schutzvorkehrungen entwickeln werden, die individuell an die jeweilige Spielstätte, Einrichtung oder Veranstaltung angepasst sind.

    Publikum und Tickets managen

    In den Vorschlägen ist die Rede von Ticketing-Systemen für Eintrittskarten, dem Besucherstrommanagement für das Publikum und verpflichtenden Platzreservierungen für die Kulturevents.

    Indoor und Open-Air-Formate

    Die künstlerischen Programme selbst sollen den Empfehlungen zufolge ebenfalls angepasst werden: Denkbar seien „kleinformartige Darbietungen sowohl in geschlossenen Räumlichkeiten als auch im Freien, Freiluftaufführungen, Formate in kleinerer Besetzung als Alternativen und Mehrfachaufführungen kürzerer Programme“.

    Der Vorsitzende der Kultur-Ministerkonferenz und bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler: „Es ist Zeit für einen Neustart für Kunst und Kultur unter den veränderten Bedingungen.“

    Den Kinobetreibern wird empfohlen, möglichst gleichzeitig wieder zu eröffnen. 

    Bundesweit einheitlich und anpassbarer „Fahrplan“

    Laut Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, liege ein „von Vernunft und Verantwortung getragener Fahrplan“ für die schrittweise Öffnung von Kunst und Kultur auf dem Tisch.

    Die Kriterien sollen bundesweit eine möglichst einheitliche, transparente und sichere Handhabung bieten und auch eine mit Blick auf erst zukünftig vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Pandemie und deren Bekämpfung notwendige fortlaufende Anpassung ermöglichen.

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