06:25 31 Oktober 2020
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    Früher lagen in dem rund 40.000 Quadratmeter großen Bunker in Bordeaux deutsche U-Boote. Nun werden in dem Bollwerk mit seinen Wasserbecken multimediale Kunstschauen präsentiert Es soll weltweit das größte dauerhafte Zentrum dieser Art sein.

    Eröffnet wurden die „Bassins de Lumières“ am Mittwoch mit Schauen zu den Malern Gustav Klimt und Paul Klee. Die gigantischen Projektionen sind auf den bis zu acht Meter hohen Wänden und über 12.000 Quadratmeter Fläche zu sehen und spiegeln sich im zwölf Meter tiefen Wasser. 

    Der U-Boot-Bunker ist eines von fünf Marine-Bollwerken, die die Deutschen während des Zweiten Weltkriegs an der französischen Atlantikküste errichtet haben. Erbaut wurde er zwischen 1941 und 1943. Über 6.500 Arbeiter wechselten sich beim Gießen von 600.000 Kubikmetern Beton ab. Wie in La Rochelle, Saint-Nazaire, Brest und Lorient hielten die Nazi-Bollwerke den alliierten Bombenanschlägen weitgehend stand. Da der Abriss der Masse unmöglich war, wurde der Bunker von verschiedenen Unternehmen unterschiedlichst genutzt, unter anderem auch für Festivals und Fotoausstellungen.

    Betrieben wird das Zentrum von „Culturespaces“, die mehrere Museen und Sehenswürdigkeiten in Frankreich verwalten, darunter Zentren für digitale Kunstschauen in Paris (das „Atelier des Lumières“ in einer ehemaligen Gießerei) und Les Baux-de-Provence bei Avignon (die „Carrières de Lumières“ in stillgelegten Steinbrüchen).

    ba/dpa

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    Tags:
    Zweiter Weltkrieg, Kunst, Bunker, U-Boot, Bordeaux