08:05 02 Dezember 2020
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    Die britische Rockband Rolling Stones hat dem US-Präsidenten Donald Trump mit rechtlichen Schritten gedroht, sollte er noch einmal einen ihrer Songs bei einer Wahlkampfveranstaltung abspielen. Das Portal Deadline veröffentlichte das entsprechende Statement der Musiker.

    Der US-Staatschef erregte den Unmut der Band mit der wiederholten Verwendung ihres Lieds „You Can't Always Get What You Want“ bei der Kundgebung in Tulsa (US-Bundesstaat Oklahoma) am 20. Juni. Schon 2016, als Trump Präsidentschaftskandidat der Republikaner geworden war, hatte die Gruppe ihm untersagt, den Song abzuspielen. Trump nutzte das Lied aber weiterhin bei seinen Veranstaltungen.

    Die Zusammenkunft in Tulsa könnte jedoch das letzte Mal sein, dass Donald Trump einen Song der Rolling Stones nutze, zitiert das Portal die Band am Samstag. Trumps Wahlkampf-Stab sei bereits von BMI, der zuständigen Gesellschaft zur Wahrnehmung der Urheberrechte, informiert worden, dass eine unerlaubte Nutzung von Stones-Songs eine Verletzung der Lizenzvereinbarung bedeuten werde.

    „Falls Donald Trump diese Unterlassungsforderungen missachtet und (die Lieder – Anm. d. Red.) weiter nutzt, dann würde er einen Rechtsstreit riskieren, indem er das Embargo bricht und nicht lizenzierte Musik abspielt.“

    Neben den Rolling Stones machten auch viele weitere Künstler öffentlich Einwände gegen das Abspielen ihrer Lieder während Trumps politischen Veranstaltungen. Darunter ist die barbadische R&B- und Pop-Sängerin Rihanna, die britische Rockband Queen, der kanadische Musiker Neil Young. Darüber hinaus protestierte die Familie des gestorbenen US-Musikers Tom Petty gegen die Verwendung eines Liedes bei einem Auftritt des Präsidenten.

    Wahlen in den USA

    Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ist für den 3. November vorgesehen. Durch die sich bei dieser Wahl ergebenden Mehrheiten in den Bundesstaaten werden die Wahlleute des Electoral College bestimmt, die im Dezember 2020 den Präsidenten und Vizepräsidenten wählen.

    Keine fünf Monate vor der Präsidentschaftswahl liegt der Republikaner Donald Trump in Umfragen deutlich hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Neben seinem Corona-Krisenmanagement fing sich Trump teils heftige Kritik ein für seine Reaktion auf die weltweiten Proteste gegen Rassismus, deren Auslöser die Tötung des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz am 25. Mai in Minneapolis war. Nachdem es am Rande einiger Demonstrationen zu Brandstiftungen und Plünderungen gekommen war, hatte Trump unter anderem mit dem Einsatz des Militärs im eigenen Land gedroht.

    mo/mt

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