02:37 27 November 2020
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    Wegen der Corona-Infektion von Rapper Bushido muss der Prozess gegen einen Berliner Clanchef, bei dem der Musiker als mutmaßliches Opfer und Nebenkläger auftritt, kurzfristig unterbrochen worden.

    Bushido teilte am Dienstagabend seine Infektion in einer Instagram-Story auf seinem Account mit. Eigenen Angaben zufolge hat der 42-Jährige Symptome.

    „Auch, wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten“, so der Rapper.

    Er rief Internet-Benutzer auf, „die Sache“ ernst zu nehmen und „auf eure Mitmenschen“ zu achten.

    Verfahrensunterbrechung

    Laut einer Sprecherin des Berliner Landgerichts wurde die zuständige Strafkammer des Gerichts am Morgen darüber unterrichtet, dass ein Verfahrensbeteiligter positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

    „Der heutige Termin am Landgericht ist aufgehoben“, zitiert die dpa die Behördenvertreterin.

    Jetzt wolle man mit Gesundheitsamt und Arbeitsmedizinischem Zentrum das weitere Vorgehen besprechen.

    Prozess gegen Clanchef

    Am Montag war die Befragung von Bushido im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder fortgesetzt worden. Dem Clanchef wird unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Es sei zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe.

    mo/sb/dpa

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