12:28 03 Dezember 2020
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    Wegen der Pandemie haben Veranstaltungen im digitalen Raum eine immer größere Bedeutung: oft als einzige Möglichkeit kultureller Teilhabe, aber auch mit großer Reichweite.

    Beim Allrussischen Wettbewerb „Kultur-Online“ in St. Petersburg hat die Russisch-Deutsche Musikakademie mit einem Projekt zum 75. Jahrestag des Kriegsendes den ersten Preis gewonnen.

    Die Russisch-Deutsche Musikakademie ist aus einer Initiative junger Musikstudierender aus Deutschland und Russland hervorgegangen. 2012 haben die Musiker anlässlich der Eröffnung des „Kulturjahres Deutschland-Russland“ im Moskauer „Tschaikowsky-Konservatorium“ aus Liebe und Verpflichtung für die klassische Musikkultur Europas eine gemeinsame Plattform für künstlerische Begegnung und das Miteinandermusizieren ins Leben gerufen.

    Was mit Kammermusik begann, weitete sich auch auf Orchestermusik aus. Dirigent Valery Gergiev übernahm 2013 die künstlerische Leitung des Ensembles.

    Organisatorischer Unterbau der „Musikakademie“ ist „Room for Culture and Communication of Rexroth Projects“ mit dem Selbstverständnis eines internationalen Kulturunternehmens zur Förderung des deutsch-russischen Kulturaustausches mit Programmen für junge Künstler. Die Arbeitsprojekte sollen über politische Grenzen hinweg auf Dialog und gegenseitiges Verstehen ausgerichtet sein.

    Kultur-Online im Wettbewerb

    Nun wurde RCCR Projects im Rahmen des Allrussischen-Wettbewerbs „Kultur-Online“ mit dem ersten Preis für „Russisch-Deutsche Musikakademie online – zum 75-jährigen Kriegsende“ in der Hauptkategorie „Bestes Online-Projekt“ ausgezeichnet.

    Der Wettbewerb „Kultur-Online“ ist infolge der Pandemie die einzige Veranstaltung des diesjährigen „Internationalen Kulturforums St. Petersburg“.

    235 Bewerber präsentierten ihre Projekte einer Expertenjury aus den Bereichen Kultur, Medien und Kommunikation unter Vorsitz von Alla Manilova, der Stellvertretenden russischen Kulturministerin. Der Wettbewerb zeigte von virtuellen Exkursionen und Ausstellungen über Meisterklassen und Vorträgen bis hin zu Filmen und Sendungen von Konzerten und Performances eine reiche kulturelle Bandbreite.

    In vier weiteren Wettbewerbskategorien ging es auch um die beste Integration von Informationstechnologie und Kultur oder die erfolgreichste Social-Media-Marketing-Kampagne.

    Das Gewinner-Projekt der Russisch-Deutschen Musikakademie beinhaltet zwei Konzertfilme „Gemeinsam in schwierigen Zeiten“ und „Kulturbrücke der Erinnerung“ sowie vier Streamings. Es erreichte über vier Millionen direkte Zuschauer.

    Das St. Petersburger Mariinski-Theater, die Moskauer Philharmonie und das Konzerthaus Berlin waren an den Konzerten beteiligt. Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik, dem russischen Außenministerium, der Botschaften der EU in Russland, den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien sowie der Russischen Botschaft in Berlin und dem Festival der „Russian Seasons“ unterstützt. Hauptsponsor der Russisch-Deutschen Musikakademie ist seit ihrer Gründung der russische Energieriese Gazprom.

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    Russland, Deutschland, Kultur