06:29 11 Dezember 2017
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    Matthias Bublitz

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    Liebe Freunde, liebe Leser aus dem postsowjetischen Raum, am Vorabend des 61.Jahrestages der Befreiung Europas von der Geißel des deutschen Faschismus durch die Soldaten der Roten Armee möchte ich mittels dieses Forums die Gelegenheit nutzen, allen Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges und allen Bürgern Russlands meine herzlichsten Grüße zum Tag des Sieges zu übermitteln.

    Über sechs Jahrzehnte sind seit dem historischen 8./9.Mai 1945 vergangen. Ohne die vielen Heldentaten des gesamten Sowjetvolkes, ohne diesen hohen Blutzoll wäre es nicht gelungen, den Faschismus zu besiegen. Kaum vorstellbar, wie unsere Welt heute aussehen würde.

    Seit nunmehr 16 Jahren ist Deutschland wieder vereinigt, die Alliierten sind abgezogen. Dennoch ist es mir ein Bedürfnis darauf hinzuweisen, dass die heute so viel gepriesene Aussöhnung zwischen Deutschen und Russen in der Deutschen Demokratischen Republik schon vier Jahrzehnte lang Realität war. Nicht nur die erfolgreiche Waffenbrüderschaft zwischen der NVA und der Sowjetarmee im Rahmen des Warschauer Vertrages, sondern auch die ehrliche Freundschaft zwischen unseren beiden Völkern haben ein festes Fundament des Vertrauens geschaffen und uns dabei geholfen, die Wunden des Krieges zu überwinden.

    "Die Hitlers kommen und gehen; der deutsche Staat und das deutsche Volk aber bleiben." Diese historischen Worte Stalins war die erste Hand der Freundschaft, die unserem Volk gereicht wurde.

    Meine Großmutter hat die ersten Tage nach dem Krieg nur überlebt, weil Soldaten der Roten Armee sie, wie viele Deutschen, mit Nahrung und auch Medikamenten versorgt haben. Dieses Bild ist für mich, der ich grade mal 32 Jahre zähle, dennoch fest im Herzen verankert. Auch ich und meine Generation sind Euch dafür zu Dank verpflichtet und werden es auch immer bleiben.

    Präsident Putin hat in seiner letzten Rede zum Tag des Sieges eindrucksvoll unterstrichen: "Die furchtbarsten und entscheidendsten Ereignisse, die den Ausgang dieses unmenschlichen Krieges geprägt haben, entfalteten sich auf dem Territorium der Sowjetunion. Die Faschisten haben gehofft, durch einen Blitzkrieg unser Volk zu unterjochen. Faktisch haben sie mit der Vernichtung unseres Landes gerechnet. (...) Im Kampf um Berlin hat die Rote Armee den siegreichen Punkt gesetzt. (...) Wir werden uns immer erinnern an die Hilfe unserer Verbündeten in der Anti-Hitler-Koalition, an die zahlreichen Antifaschisten in ganz Europa. (...) Der 9.Mai ist ein heiliges Datum für alle Länder unserer Staatengemeinschaft. Er appelliert an die hohen moralischen Heldentaten und gibt uns die Möglichkeit, unser Haupt vor denen zu verneigen, die uns die Freiheit geschenkt haben zu leben, zu schaffen und einander zu verstehen." Das sind Worte, die zu Herzen gehen und uns Deutschen daran erinnern, dass unsere heutige Freiheit einen hohen Preis von denjenigen abverlangte, denen das Deutsche Volk einst mit Vernichtung gedroht hat.

    Es gibt leider bei uns in Deutschland viele Stimmen, gerade auch aus der Partei der Angela Merkel (CDU), die das ganz anders sehen. Für sie ist der Tag der Befreiung nur ein Tag der Niederlage und der Beginn der russichen BESATZUNG! Aber wir werden am 8.Mai dieses Jahres wieder der 27 Millionen Toten Sowjetbürger gedenken, die ihr Leben hingaben für unsere Freiheit und für unser heutiges Leben. Für uns waren es keine Jahre der Besatzung, sondern Jahre der aufrechten Freundschaft und der ehrlichen Zusammenarbeit. Möge dieser Geist fortexistieren und dafür sorgen, dass die Waffen in Europa für immer schweigen werden.

     

    Ewiger Ruhm den Soldaten der Roten Armee und allen Menschen, die für den Sieg gelitten und gekämpft haben! Ewiger Ruhm den 27 Millionen Toten Sowjetbürgern!

     

    Ewiger Ruhm der Russischen Föderation!

     

    Matthias Bublitz

    Berlin-Lichtenberg

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