14:28 19 April 2019
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    name: Jens Köhler

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    Gut, dass es RIA Novosti gibt. Die Volksverdummung auf ARD, ZDF, Deutschlandfunk hat System und macht mich sehr wütend.

    name: Jens Köhler
    e_mail: koehler-plaue@t-online.de
    message: Gut, dass es RIA Novosti gibt. Die Volksverdummung auf ARD, ZDF, Deutschlandfunk hat System und macht mich sehr wütend.
     
    In den letzten Monaten haben ARD und ZDF trotz der Kritik des Programmbeirates des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiter die Aussagen der ukrainischen Führung einschließlich der Militärführung ungeprüft und weitgehend unkommentiert wiederholt. Der Vollständigkeit halber sollten ARD und ZDF bitte auch die Ansage des ukrainischen Verteidigungsministers Geletey wiederholen, wonach sich die ukrainische Armee an den Waffenstillstand hält "solange bis der Befehl zur Befreiung der Ostukraine kommt".
     
    Mit der einseitigen Berichterstattung wider besseren Wissens bringen ARD und ZDF in fahrlässiger Weise Europa an den Rand einer dauerhaften Kriegsgefahr. Sie rechtfertigen militärisches Handeln, NATO-Osterweiterung, Wirtschaftssanktionen. Sie bereiten den Boden dafür, dass die Kriegstreiber in der Ukraine sich weiter der breiten Unterstützung des Westens sicher wähnen können und weiterhin kein ernsthaftes Interesse an einem Konzept für eine dauerhaft friedliche Lösung entwickeln.
     
    Stattdessen sichern die ukrainischen Oligarchen zur Zeit viele Listenplätze zur ukrainischen Parlamentswahl für deren nächste Verwandte, sodass man den aus dem Westen zu erwartenden Strom von Waffen, Milch und Honig möglichst gut im Familienclan verteilen kann. Und natürlich sichern sich so auch die extremistischen Kräfte einen Zuwachs an Einfluss. Darüber sollten ARD und ZDF mal berichten.
     
    Ich jedenfalls gehöre inzwischen zu denjenigen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur noch "beobachten" um die offizielle Linie zu kennen - da letztere aber bekanntermaßen von einer Falschmeldung zur anderen eilt, informiere ich mich seit längerem aus dem Internet. Zum Glück gibt es dort  Fundstellen von unabhängigem Journalismus.
     
    Wenn ich als Ingenieur so fahrlässig meinen Beruf betreiben würde wie die Journalisten von ARD und ZDF, dann müsste ich mich regelmäßig vor Gericht verantworten. Ich habe den Eindruck, für den deutschen Journalismus fehlt ein Qualitätsmaßstab und ein Haftungsrecht. 
     
    Die selbstgerechte Erhabenheit  über Kritik kann sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk nur erlauben, weil er sich der Finanzierung durch Millionen dummguter Rundfunkgebührenzahler sicher sein kann.
     
    Die Nähe des deutschen Journalismus zum Establishment der Mächtigen ist besorgniserregend. Eine Funktion als mit kritischem Abstand beobachtender Hüter der Demokratie ist nicht mehr vorhanden. 
     
    Es ist Zeit, dass sich in den Redaktionen endlich mal Widerstand regt gegen die ideologische Richtungsvorgabe aus den Chefzimmern.

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