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    Die Region Krasnodar ist für ausländische Investitionen interessant

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    MOSKAU, 15. Juli (Jekaterina Luzenko, RIA Nowosti.) Auf der jüngsten Tagung der Russisch-Spanischen Regierungkommission wurden die Gebiete Pensa und Nischni Nowgorod sowie die Region Krasnodar als Territorien mit größten Entwicklungspotenzen ins Protokoll aufgenommen.

    Die letztgenannte Region gehört zu den Subjekten der Russischen Föderation, deren Entwicklung wegen ihrer geopolitischen Lage von großer strategischer Bedeutung für das ganze Land ist. Sie bildet Russlands Südliches Tor.

    Diese Agrar-Industrie-Region besitzt ein hohes Wirtschafts- und Ressourcenpotential für eine stabile Entwicklung. In den letzten Jahren entwickelt sich die Wirtschaft der Region dynamisch, einige makroökonomische Kennziffern des Wachstumstempos liegen über dem gesamtrussischen Durchschnitt. Eine breit angelegte Modernisierung erfasst beinahe alle Branchen der Region.

    Dem Umfang des regionalen Bruttoproduktes nach gehört sie zu den zehn ersten Subjekten Russlands. Vor kurzem betonte Präsident Putin ihre Erfolge, er sagte, dass sich der Haushalt der Region in den fünf letzten Jahren fast verdreifacht habe und sie beim Staat nicht verschuldet sei. Allein in den letzten drei Jahren nahm das regionale Bruttoprodukt um 25 Prozent zu und betrug 2004 beinahe 12 Milliarden Dollar. Der Außenhandelsumsatz machte rund 2,5 Milliarden Dollar aus.

    Die wichtigsten Partner der südlichen Region sind: Italien, die Türkei, Frankreich, Bulgarien, Griechenland, die Niederlande, Deutschland, Spanien und die USA. Von den Ländern der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) unterhalten die Ukraine, Kasachstan und Usbekistan zu Krasnodar sehr aktive Beziehungen. Enge gegenseitige Kontakte bestehen mit den diplomatischen und konsularischen Vertretungen von mehr als 20 Ländern.

    Die Basis des Wirtschaftspotentials der Region Krasnodar sind der Agrar-Industrie- sowie der Brennstoff-Energie-Komplex, das Verkehrswesen, die Kurorte mit ihren Sanatorien und Erholungsheimen, der Maschinenbau, die Forstwirtschaft, die Holzbearbeitung und Möbelproduktion sowie die Baustoffindustrie. Drei besonders wichtige Segmente - die Landwirtschaft, der Verkehr und die Kurorte - entwickeln sich am erfolgreichsten.

    Zu den Prioritäten der regionalen Wirtschaft gehören ebenso der Tourismus und die Erholungsindustrie, und das ist kein Zufall. Wie der stellvertretende Gouverneur Jewgeni Murawjow sagt, sei die mehrere Hundert Kilometer lange Küste des warmen Schwarz- und Asowschen Meeres vom touristischen Geschäft lediglich zu 20 Prozent erschlossen worden. Es gehört zu den strategischen Zielen der Leitung der Region, diese Branche auf Weltniveau zu bringen. Die Nachfrage nach Erholung in den Schwarzmeerkurorten wächst nämlich um 15 - 20 Prozent jährlich. Gegenwärtig müssen Russlands Bürger ihren Urlaub in der Türkei, in Griechenland, Ägypten und Spanien verbringen. Milliarden Dollar fließen aus dem Land ab. Wie man in der Region meint, wären die spanischen Erfahrungen - ebenso wie spanische Investitionen - hier sehr nützlich.

    Die Wirtschaftsmodernisierung wird es ermöglichen, 2008 das regionale Bruttoprodukt und die eigenen Haushaltseinnahmen der Region auf das 2,5fache zu erhöhen und über 100 000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Auf dieser Grundlage wird das Hauptziel - Erhöhung des Lebensstandards der Einwohner dieses Kuban-Landes - erreicht werden.

    Die Verwaltung der Region Krasnodar sieht eine außerordentlich wichtige Richtung ihrer Tätigkeit, die eine dynamische Entwicklung der regionalen Wirtschaft sichern kann, darin, Investitionen zu gewinnen und möglichst günstige Bedingungen für die Entfaltung des Unternehmertums zu schaffen.

    Schon sind regionale Gesetze verabschiedet worden, die Steuervergünstigungen, Garantien seitens der Verwaltung der Region und andere Formen der staatlichen Unterstützung gewährleisten und die Bodennutzung sowie den Einsatz anderer Naturressourcen für die in- und ausländischen Investoren zugänglicher und bequemer machen.

    Ein Schlüsselmoment der Investitionspolitik der Region ist das Zusammenwirken mit potentiellen Investoren nach dem Grundsatz des "einzigen Ansprechpartners" bei der Begleitung eines Investitionsprojektes, und zwar vom Augenblick der Einreichung einer "Absichtserklärung" bis zur Ausstellung der bodenrechtlichen Dokumente. Zwecks Optimierung der Arbeit wurde ein Dienst zur Bekämpfung von administrativen Schranken geschaffen. Der Dienst des "einzigen Ansprechpartners" funktioniert in 48 munizipalen Strukturen der Region Krasnodar.

    Die Arbeit dieses Dienstes trägt bereits ihre Früchte: Es wurden Beschlüsse gefasst, denen zufolge Grundstücke für die Bautätigkeit im Rahmen von Investitionsprojekten mit insgesamt mehr als 1 Milliarde Dollar Kapitalanlagen zur Verfügung gestellt werden. Im März 2005 bildete die Verwaltung der Region Krasnodar auf der Basis ihrer ständigen Vertretung in Moskau die Abteilung Wirtschaftsentwicklung, um Großinvestoren die Meistbegünstigung zu gewähren.

    Die Abteilung wirkt mit allen zweigspezifischen Departements der Verwaltung der Region Krasnodar, dem Dienst des "einzigen Ansprechpartners" und dem Departement für Projektbegleitung zusammen. All das zeitigt seine Ergebnisse.

    Dass die ausgewählte Strategie effektiv ist, bestätigen die Praxis und die steigenden Ratings (durch die Agentur Standard & Poor's wurde der Region das internationale Kreditrating "B+ stabil" zuerkannt). Der Höhe und dem Wachstumstempo des gesamten Investitionsumfangs nach nimmt die Region einen führenden Platz auch im Rating der russischen Territorien ein; sie steht, was ausländische Direktinvestitionen anbelangt, an dritter Stelle im Lande. In den letzten drei Jahren wurden in der Wirtschaft der Region über 10 Milliarden Dollar angelegt.

    Heute bestehen in der Region über 600 Investitionsprogramme. In zwei davon sind Projekte von Weltbedeutung realisiert worden: der "Blaue Strom" (Unterwasser-Gasrohrleitung in die Türkei) und "KTK" (Export-Ölpipeline von Kasachstan nach Noworossisk). In der Region funktionieren bereits über 800 Unternehmen mit Investitionsbeteiligung von 70 Ländern der Welt. Hierzu gehören so bekannte Gesellschaften wie Knauf, Philip Morris, Chevron, Nestlé, Tetra Pak, Radisson, Claas, Bonduell u. a.

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