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    Russland strukturiert seine Raumfahrtindustrie um

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    MOSKAU, 26. Juli (von Andrej Kisljakow, politischer Kommentator der RIA Nowosti).

    Die zuständige Regierungskommission für Rüstungsindustrie hat am 25. Juli den Vorschlag der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos über die Gründung der Korporation Informazionnyje sputnikowyje sistemy ("Nachrichten- und Satellitensysteme") gebilligt.

    Somit wurde der erste Schritt zur Umsetzung des Föderalen Weltraumprogramms für die Jahre 2006 bis 2015 und der von der Regierung angestrebten Umstrukturierung der Branche getan.

    "Das russische Weltraumprogramm muss absolut konkurrenzfähig sein", so kommentierte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow die Hauptaufgabe der Branche, als er vorige Woche in einer Regierungssitzung das Programm für 2006 bis 2015 vorstellte.

    Bei der Erörterung des Programms hob die Regierung besonders die Notwendigkeit hervor, "die Position Russlands auf dem Weltmarkt der Raumtechnologien und -leistungen zu stärken, die Technik zur Fernsondierung der Erde zu vervollkommnen und auf die Umweltfreundlichkeit der zu bauenden Raumtechnik zu achten". Ohne eine Umstrukturierung der Raumfahrtindustrie lassen sich diese Ziele offenbar nicht erreichen.

    Mit der Gründung der Korporation Informazionnyje sputnikowyje sistemy macht Roskosmos den ersten Schritt in diese Richtung. Unter dem Dach der Korporation sollen sich zehn russische Betriebe mit dem Reschetnew-Raumzentrum, einer der ältesten Forschungs- und Produktionsvereinigungen Russlands mit Sitz in Schelesnogorsk (Ostsibirien) an der Spitze, vereinigen.

    "Alle Unternehmen, die der Korporation beitreten, verwandeln sich in deren Tochterfirmen", sagt Roskosmos-Sprecher Wjatscheslaw Dawidenko. "Zugleich werden sie den Status als selbständige juristische Person in Form einer offenen Aktiengesellschaft behalten. 100 Prozent ihrer Aktien werden sich in Staatsbesitz befinden. Der nächste Schritt muss die Vereinigung aller Hersteller von Raketentriebwerken sein."

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