05:28 20 Oktober 2017
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    Laos-Abkommen konkurriert nicht mit dem Kyoto-Protokoll

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    MOSKAU, 01. August (Sergej Kurajew, Leiter der ökologischen Programme des Russischen Regionalzentrums für Ökologie - RIA Nowosti).

    Das dieser Tage abgeschlossene zwischenstaatliche Abkommen über die Verringerung der Emission von Treibhausgas, welchem sich die USA, Japan, Indien, China und Südkorea angeschlossen haben, ersetzt keineswegs das Kyoto-Protokoll. Vielmehr ergänzt es dieses und ist eine weitere Variante des Kampfes gegen die Klimaänderungen.

    Beiden Dokumenten kommt vor allem ein unterschiedlicher Rang zu. Das in Laos vereinbarte sechsseitige Abkommen trägt regionalen Charakter, während das Kyoto-Protokoll unter dem Dach der Organisation der Vereinten Nationen ausgehandelt wurde. Möge das neue Abkommen funktionieren und Nutzen bringen. Auf diesem Weg kann die Aufmerksamkeit der Entwicklungsländer auf das Kyoto-Protokoll gelenkt werden. Die UNO kritisiert sie unentwegt wegen ihres Fernbleibens vom Kampf der Weltgemeinschaft gegen Schadstoffemissionen. Aber nun zeigen sie sich von einer positiven Seite, indem sie demonstrieren, dass sie sich dem Problem widmen.

    Für die USA ist das Abkommen von Vientiane vor allem eine wichtige politische Initiative, denn sie sind an ihren weltweiten Führungsanspruch gewöhnt. Mit diesem Dokument entziehen sie sich der Kritik daran, dass sie das Kyoto-Protokoll missachten, und beweisen, dass sie einfach nur eine "gemäßigtere Version" auf den Tisch legen wollten, eine akzeptablere Innovation.

    Es ist offensichtlich, dass das Abkommen den Amerikanern auch deshalb in den Kram passt, weil es sie in die Lage versetzt, ihre Technologien anzubieten. Doch ich bin nicht sicher, dass die USA bereit sind, die Entwicklungsländer an ihren neuesten Errungenschaften teilhaben zu lassen. Es wird sich um moderne Technologien handeln, die allerdings, wie sich versteht, nicht das "letzte Wort" darstellen.

    Mit großer Sicherheit kann behauptet werden, dass bereits bekannte Technologien (über die sowohl Amerikaner wie auch Australier verfügen) geliefert werden. Mit ihrer Hilfe wird Kohle in staubfeine Teile zerlegt, wodurch sie die Eigenschaft erlangt, "sauber" zu verbrennen. Eine solche Methode der "Verbrennung von Kohlenstaub" wird schon in Europa angewendet, insbesondere in Deutschland.

    Insgesamt meine ich, dass das Abkommen von Vientiane einen weiteren Schritt im Kampf gegen die globale Erwärmung unseres Planeten darstellt.

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