08:14 25 September 2017
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    Auslandsstimmen im russischen Äther verschwinden

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    MOSKAU, 09. August (Wassili Kononenko, politischer Kommentator der RIA Nowosti.) Ausländische Rundfunksender, die früher für Russland sendeten, haben ihre Auditorien verloren.

    Die jüngsten soziologischen Forschungen bestätigen das. Nach Angaben des Rundfunk-Monitorings Comcon-2 von diesem Juni hält sich „Radio Svoboda“ (Radio Liberty) noch halbwegs über Wasser. Im Popularitätsrating der Moskauer Hörerschaft steht es an 28. Stelle, was lediglich 1,2 Prozent des Auditoriums bedeutet. Die übrigen Kennziffern des Ansehens von Funksendern streben stürmisch der Null zu. Der russische BBC-Dienst sieht sich mit einem Auditorium von 0,5 Prozent an 33. Stelle. Noch schlechter steht es um die „Stimme Amerikas“ (36. Stelle bzw. 0,4 Prozent der Hörer).

    Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs haben die ausländischen Stimmen unter den Bedingungen der harten Konkurrenz mit den russischen Massenmedien keine eigene Nische gefunden.

    Das einfachste Argument ist technischer Natur. Die ausländischen Sender arbeiten in ihrer Mehrheit nicht in den populären FM- und UKW-Bereichen, denn diese sind zwischen den einheimischen Stationen aufgeteilt, sondern im Mittelwellenbereich. Doch gibt es auch andere Gründe. In einer Zeit, da Russland gegen die Terroristen kämpft, lösen das Vokabular der westlichen Sender und ihre „neutrale“ Haltung zu den Verbrechen der Banditen Proteste aus. In Beslan zum Beispiel seien es nicht Terroristen, sondern „Rebellen“ gewesen.

    Die „Rundfunkstimmen“ haben es nicht geschafft, ihren Ruf als unparteiische Informationsquellen auch heute zu behalten. Das Ergebnis ist demnach logisch: Die „Auslandsstimmen“ verlieren in Russland ihr Auditorium katastrophal.

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