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    Die russische Raumfahrt - gesamtnationales Gut

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    Künftig könne ein einheitliches globales Navigationssystem - GLONASS, GPS und Galileo - entstehen, sagte der Chef der russischen Weltraumagentur Anatoli Perminow.

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    MOSKAU, 29. Dezember (Andrej Kisljakow, RIA Nowosti).

    Die nationale Weltraumfahrt kann in vieler Hinsicht einen wesentlichen Aufschwung der russischen Wirtschaft sichern. Denn das Hauptziel eines neuen russischen Weltraumprogramms für die nächsten zehn Jahre besteht darin, den wachsenden Bedürfnisse der staatlichen Strukturen gerecht zu werden. Das war die Hauptidee einer Pressekonferenz des Leiters der Föderalen Russischen Weltraumagentur (Roskosmos), Anatoli Perminow, die am 27. Dezember in Moskau stattfand.

    Auf die vorrangigen Richtungen sowohl des vorangegangenen als auch des künftigen Weltraumprogramms eingehend, hob er hervor, dass der Akzent auf die Steigerung der Effektivität der Raumfahrt, den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit und die Festigung des wissenschaftlich-technischen Potentials gesetzt werde. Somit ist es offensichtlich, dass der Inhalt jedes der angeführten Punkte im Ganzen für das Wirtschaftswachstum arbeitet.

    Spricht man über die praktische Tätigkeit, gelten die Wiederherstellung und die rechtzeitige Ergänzung der russischen Orbitalgruppierung als Hauptrichtung. Eigentlich beschäftigte man sich eben damit bei Roskosmos in den letzten zwei Jahren. Im Ergebnis gelang es unter anderem, die Zahl der Satelliten des Navigationssystems GLONASS auf der Umlaufbahn auf die notwendigen 17 Apparate zu bringen und der Anweisung des Präsidenten Wladimir Putin für die Regierung zuvorzukommen, dieses Programm zu forcieren.

    Am 26. Dezember forderte Präsident in einer Beratung mit den Regierungsmitgliedern, das Navigationssystem GLONASS schneller kommerziell zu nutzen und machte die Regierung darauf aufmerksam, dass es notwendig ist, das GLONASS-System in kürzeren Fristen zu schaffen, als dies ursprünglich geplant war (bis zum Jahr 2008). "Solche Möglichkeiten gibt es. Lasst uns sehen, was man in den Jahren 2006 bis 2007 machen kann."

    Laut Plänen soll die Gruppierung die optimalen Arbeitsparameter aufweisen und bis zum Jahr 2010 aus 24 Satelliten bestehen.

    Nach Meinung des Staatsoberhaupts sei es gerade das, worin man Geld investieren kann und muss, wenn wir eine innovative Wirtschaft entwickeln wollen.

    Mit der Inbetriebnahme des GLONASS-Systems werden die Kosten der Navigationsleistungen für russische Verbraucher nicht die Kosten des amerikanischen GPS-Systems übersteigen, betonte Perminow. "Wir bereiten Abkommen mit den USA und Europa vor, die es ermöglichen werden, in der Zukunft ein einheitliches globales Navigationssystem - GLONASS, GPS und Galileo - zu schaffen", fügte er hinzu.

    Wenn man die Jahresergebnisse vom Standpunkt der Trägermittel betrachtet, von denen jeder erfolgreiche Raumflug beliebiger Technik abhängt, so wird klar: Russland wird in jedem Fall die notwendige Zahl von Orbitalapparaten haben, wie sie die Erfüllung der Aufgabe auf dem Gebiet von Wirtschaft und Verteidigung notwendig sind.

    Nach Roskosmos-Angaben hat Russland in diesem Jahr 24 Trägerraketen gestartet. Ein Start mehr als 2004. "Im vorigen Jahr haben wir bei Starts den ersten Platz in der Welt zurück gewonnen. Und in diesem Jahr haben wir ihn bestätigt", sagte Anatoli Perminow. Die USA verwirklichten in diesem Jahr zwölf und im Vorjahr 16 Starts. Insgesamt wurden 20 russische Satelliten gestartet, während die USA zwölf, Europa und China je fünf Satelliten starteten. Auf Russland entfallen im ablaufenden Jahr 45 Prozent aller kosmischen Starts in der Welt.

    Noch ein Argument aus dem Gebiet der Statistik, das zu Gunsten der Raumfahrt als eines starken ökonomischen Hebels spricht. Perminow unterstrich, dass die Unternehmen der russischen Raumfahrtbranche das Jahr 2005 mit hohen ökonomischen Kennziffern beenden. "Im Vergleich zu 2004 betrug das Wachstum des Produktionsumfanges und der Leistungen 12,7 Prozent. Der Zuwachs in der Raumfahrtbranche übersteigt auf mehr als das 2,5fache die Kennziffern in anderen Zweigen, ausgenommen den Erdöl- und Erdgaszweig", schlussfolgerte der Roskosmos-Chef.

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