12:45 25 Februar 2018
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    Die ersten Su-27IB gehen nach Lipezk

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    Die Hauptbestimmung des neuen Jagdbombenflugzeuges sind starke und treffsichere Raketen- und Bombenschläge gegen Erdziele des Gegners.

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    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). In der nächsten Zeit wird das Zentrum für Gefechtseinsatz und Umschulung des fliegenden Personals der russischen Luftstreitkräfte in Lipezk (Zentralrussland) zwei modernisierte Mehrzweck-Jagdbombenflugzeuge Su-27IB zur Ausbildung bekommen.

    Andere Bezeichnungen des Flugzeuges sind Su-32FN und Su-34, NATO-Code Fullback /Verteidiger/.

    Das teilte der Oberbefehlshaber der russischen Luftstreitkräfte, Armeegeneral Wladimir Michailow, Journalisten in Lipezk mit.

    Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts bildeten die Kampfstrahlflugzeuge der dritten Generation Su-17, MiG-27 und Su-24 unterschiedlicher Modifikationen die Grundlage der Jagdbomber- und der Frontbombenfliegerkräfte. Eben damals begann das Suchoi-Versuchs- und Konstruktionsbüro, das kurz zuvor das einsitzige Überschalljagdflugzeug Su-27 in Serienfertigung gegeben hatte, mit der Entwicklung einer vollkommeneren und konkurrenzfähigeren Maschine - des zweisitzigen Jagdbombenflugzeuges, das ursprünglich als Su-27IB (Herstellungsnummer des Flugzeuges T-10W) bezeichnet wurde. Für die Steigerung der Effektivität des Gefechtseinsatzes und der Flugsicherheit wurde beschlossen, die Sitze der Besatzung des Jagdbombers - des Piloten und des Navigators - parallel zueinander wie im Frontbomber Su-24 anzuordnen. Für die Sicherung der vorgegebenen Flugweite wurde ein System zum Nachtanken in der Luft projektiert.

    Der erste Testflug der T-10W-1 fand am 13. April 1990 statt.

    Im Herbst 1993 wurde das erste Flugzeug gebaut, das im Grunde zum zweiten Versuchsmuster des Jagdbombers Su-27IB wurde und deshalb die Herstellungsnummer T-10W-2 bekam. Das ermöglichte es, im Prozess der Projektierung auch die Produktion zu perfektionieren. Zur gleichen Zeit wurde auch die T-10W-3 im Flugzeugwerk in Nowosibirsk gebaut, die für statische Erprobungen bestimmt war.

    Im Frühjahr 1995 wurde die Su-27IB auf der Luft- und Raumfahrtausstellung in Le Bourget (Frankreich) demonstriert. Für die Vorführung wurde das zweite Flugzeug der Erstserie T-10W-5 gewählt. Das Flugzeug wurde auf der Ausstellung unter der Bezeichnung Su-32FN (Fighter Navy) gezeigt. Das war faktisch schon die dritte Bezeichnung ein und desselben Flugzeuges, was Spezialisten und Kenner der Fliegerkräfte verwirrte.

    Das Flugzeug hatte keine "maritime" Ausrüstung. Aber im Suchoi-Konstruktionsbüro dachte man schon über eine Modifikation der Su-34 nach, die unter anderem auch für die Bekämpfung von Schiffen und U-Booten bestimmt war. Vorläufige Ausarbeitungen erfolgten in den Jahren 1995 bis 1997.

    Dazu wurde das erste serienmäßig hergestellte Flugzeug T-10W-4 ausgewählt. Nach seiner Vervollkommnung wurde es zum ersten Mal auf der Luft- und Raumfahrtausstellung MAKS-97 unter der Bezeichnung Su-32FN demonstriert. Das Flugzeug war mit der neuen Funkmess-Station B004, die die Ortung von Luft- und Erdzielen ermöglicht, dem Empfänger GPS, der Funkmess-Station für Warnung vor einem Angriff "Pastel" und der Station für Laseranregung "Otklik" ausgerüstet.

    Die Su-34 hat einen neuen Rumpfvorderteil, verstärkte Tragflügel und Seitenleitwerk.

    Das Flugzeug hat ein System zum Nachtanken in der Luft und ist mit zwei Schleudersitzen versehen.

    Die Hauptbestimmung der Su-34 sind starke und treffsichere Raketen- und Bombenschläge gegen Erdziele des Gegners. Zugleich ermöglichen die vollkommene funkelektronische Ausrüstung und die gelenkten Luft-Luft-Raketen, die Maschine auch in einem Luftgefecht recht effektiv einzusetzen. Deshalb kann die Su-34 zu Recht zu den Mehrzweckflugzeugen gezählt werden. Von diesem Standpunkt ist der amerikanische taktische Jagdjet F-15 Eagle, der 1988 in den US-Luftstreitkräften in den Dienst gestellt wurde, wohl das einzige ausländische mit der Su-34 vergleichbare Flugzeug.

    Die Su-34 soll in den Bombenfliegergeschwadern der Frontfliegerkräfte der russischen Luftstreitkräfte die Flugzeuge der dritten Generation Su-24 ablösen. Diese Maschine wird zu einem Basisflugzeug für die Entwicklung einer Reihe von Sondervarianten im weiteren werden. Es geht um die Frontfliegerkomplexe der Luftaufklärung und der funkelektronischen Gegenwirkung. Was ausländische Auftraggeber betrifft, so steht Libyen an der ersten Stelle auf der Liste für den Erwerb von Su-34-Maschinen. Die libyschen Streitkräfte verfügen über 60 Jagdjets Su-24.

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