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    RIA Novosti beginnt mit Direktverkauf von Informationsprodukten in China

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    MOSKAU, 11. April (RIA Novosti). Nachstehend ein Interview von RIA-Novosti-Chefredakteurin Swetlana Mironjuk.

    Die Agentur RIA Novosti hat als erstes russisches Medium das Recht für den Vertrieb ihrer Informationsprodukte in China bekommen. Nach Abschluss aller erforderlichen Formalitäten unterzeichnete RIA Novosti mit der Chinesischen Agentur für Wirtschaftsinformationen ein Abkommen über den Vertrieb ihrer Wirtschaftsnachrichten in chinesischer Sprache auf dem Territorium der VR China. Swetlana Mironjuk, Chefredakteurin der Agentur, kommentiert dieses Ereignis:

    Frage: Worin besteht der Sinn der Unterzeichnung dieses Abkommens?

    Antwort: Gemäß diesem Dokument bekommt die Agentur RIA Novosti das Recht auf den Direktverkauf ihres Wirtschaftsnachrichtendienstes an chinesische Abonnenten. Wir sind dabei zwar nicht die Einzigen - andere russische Medien bieten ebenfalls ihre Informationsprodukte auf dem chinesischem Markt an -, aber wir sind schon die Einzigen, die dies legal tun.

    Angesichts der Besonderheiten des chinesischen Rechts und der hohen Inlandskonkurrenz ist es zwar kompliziert, aber dennoch möglich, in China "nach den Regeln" zu arbeiten. Deshalb haben wir sofort auf die Möglichkeit zur Erschließung des Informationsmarktes reagiert, die uns die chinesischen Behörden angeboten haben. Im vergangenen Jahr haben wir eine Sondergenehmigung bekommen, jetzt haben wir gemäß dem chinesischen Recht unser erstes Abkommen mit dem bevollmächtigten Agenten, der Chinesischen Agentur für Wirtschaftsinformationen, geschlossen. Unser Wirtschaftsnachrichtendienst auf Chinesisch ist damit das erste russische Informationsprodukt, das in China zum Verkauf zugelassen ist.

    Frage: Auf welche Leserschaft in China zielen Sie ab?

    Antwort: Da wir unseren Abonnenten in der VR China unseren Wirtschaftsnachrichtendienst anbieten, werden in erster Linie Groß- und mittelständische Unternehmer, die an einer Zusammenarbeit mit Russland interessiert sind, sowie chinesische Wirtschaftsmedien unsere Kunden sein. Der Dienst ist auf russische Wirtschaftsmeldungen spezialisiert, ein besonderer Schwerpunkt gilt der russisch-chinesischen Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft.

    Es sei darauf verwiesen, dass der Warenumsatz zwischen Russland und China 2007 um 44,3 Prozent auf 48,16 Milliarden US-Dollar gewachsen ist. Die führenden Repräsentanten beider Länder formulierten die Aufgabe, diese Kennziffer bis 2010 auf 80 Milliarden Dollar zu steigern. Das bedeutet, dass die Beziehungen zwischen der russischen und der chinesischen Wirtschaft wachsen und weiter in einem gewaltigen Tempo wachsen werden.

    Zugleich besteht weiterhin ein "Informationsvakuum" im Wirtschaftsbereich. In China gibt es nur eine schwache Vorstellung von der Wirtschaftssituation in Russland, vom Wirtschafts- und Finanzrecht in unserem Land und von den Veränderungen auf diesem Gebiet. Eine Nachfrage nach solchen Informationen besteht in China, das Problem liegt nur im fehlenden Angebot. Insofern wurde gerade der Wirtschaftsnachrichtendienst zum ersten Produkt, das wir auf dem chinesischem Markt anbieten.

    Frage: Wie sieht die Strategie von RIA Novosti auf dem chinesischen Markt insgesamt aus?

    Antwort: Wir sind auf eine aktive Arbeit eingestellt. Viele haben bemerkt, dass unsere Agentur in den letzten Jahren in China aktiver geworden ist. Im März 2006 hat RIA Novosti in Anwesenheit von Wladimir Putin ein Russisches Informationszentrum in Peking eröffnet. In den zurückliegenden beiden Jahren wurden dort Hunderte von Pressekonferenzen, Briefings, Fernsehbrücken und Rundtischkonferenzen veranstaltet. 2006 gründeten wir auch das erste und bisher einzige russische Internet-Medium, das Informationen auf Chinesisch verbreitet. Heute haben wir mit den Direktverkäufen ein neues Niveau erreicht. Für uns ist das aber erst der Anfang.

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