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    Klimawandel und Sintflut: Mit der Arche Noah nach Sibirien?

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    MOSKAU, 19. November (Andrej Kisljakow für RIA Novosti). Die Weltgemeinschaft der Geologen mahnt: Die neueste Zunahme der seismischen Aktivitäten in der Welt ist nur der Anfang.

    Allein in den zurückliegenden drei Jahren gab es allein mehrere Dutzend Erdbeben in Pakistan. Im März 2005 kamen dort 80 000 Einwohnern unter den Trümmern ums Leben. Beim jüngsten Erdbeben am 30. Oktober gab es Hunderte Tote. Nicht zu vergessen sind Hunderttausende Tote bei der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 in Asien. In den letzten Monaten wurden starke Erdbeben in China und Afghanistan registriert.

    Diese Naturkatastrophen zeugen vom Beginn einer Epoche der klimatischen Instabilität. Die meisten Biologen und Ökologen machen den Menschen selbst für die Klimaveränderung verantwortlich. Zweifellos spielt der Treibhauseffekt als ein Nebenprodukt der Industrie dabei eine große Rolle. Aber auch andere Ursachen müssten analysiert werden.

    Die Erde dreht sich nämlich immer langsamer um ihre Achse. Eine Bestätigung dafür besteht darin, dass die 24-Stunden-Dauer in den letzten Jahren regelmäßig um eine Sekunde verlängert wird.

    Nach Ansicht des Moskauer Professors Igor Kopylow liegt gerade darin eine der Ursachen für die Störung der Energiebilanz des Planeten als eine gigantische Dynamo-Maschine. Der Wissenschaftler ist der Überzeugung, dass die Erde ins erste Stadium des globalen Übergangsprozesses getreten ist. Eine Abschwächung des Magnetfeldes der Erde wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts registriert, seit Ende der 80er bzw. Anfang der 90er Jahre wird eine stabile Verringerung der Drehfrequenz verzeichnet.

    Als Folge einer Verringerung der Erdumdrehung um eine Sekunde pro Jahr wird eine riesige Menge Wärmeenergie ausgesetzt, die die gesamte Energiemenge, die als Folge der Industrieaktivitäten des Menschen freigesetzt wird, ums Hundertfache übertrifft.

    Geht man von der allgemein anerkannten Tatsache aus, dass alle Prozesse auf der Erde von den kosmischen Zyklen bestimmt werden, die wiederum von der Lage des Sonnensystems in unserer Galaxis abhängen, so muss die Menschheit kurz vor einer neuen Sintflut stehen.

    Das Sonnensystem, einschließlich der Erde, bewegt sich in der Galaxis auf elliptischen spiralförmigen Flugbahnen. Der Flug auf der großen Spirale dauert 200 bis 210 Millionen Jahre, der sich aus kleineren galaktischen Zyklen von 26 000 Jahren zusammensetzt. Die Hälfte davon beträgt 130 Jahrhunderte. Ungefähr dieser Zeitraum liegt zwischen uns heute und der letzten Sintflut. Dass sie tatsächlich ereignet hatte, steht außer Zweifel. Dieses Ereignis wurde sowohl in der Bibel fixiert, als auch in Legenden vieler Völker erwähnt.

    Das genaue Datum der Sintflut: 11 100 Jahre vor Christus. In den 400 000 Jahren der Entwicklung der zivilisierten Mehrheit gab es 30 Sintfluten, und wir sind Zeugen des Beginns der 31.

    Angesichts ihrer mit der menschlichen verglichenen Lebenszeit wirken sich die kosmischen Zyklen wenig auf das Leben der Menschen aus, das aktive Anfangsstadium des galaktischen Zyklus ist aber für die Entwicklung der Zivilisation von überaus großer Bedeutung. Russische Wissenschaftler sind der Meinung, dass sich die Erde momentan in diesem Punkt des galaktischen Zyklus befindet.

    Dieser Übergangsprozess in der „Dynamo-Maschine“ namens Erde erfolgt laut Schätzungen in drei Stadien. Im ersten Stadium, das 300 bis 500 Jahre dauert, führt die relativ schnelle Veränderung der Querstromrichtung (gemäß dem Gesetz über die Elektromaschinen) zu einer Veränderung des Magnetfeldes der Erde. Der nördliche Magnetpol verschiebt sich in die östlichen Bereiche des Nordpolarmeeres. Die Verschiebung des Magnetfeldes wird von starken Magnetstürmen, Erdbeben und katastrophalen Erscheinungen in der Atmosphäre begleitet, die mit der Veränderung der Zirkulation des Ozeangewässers und der Atmosphäre verbunden sind.

    Die Veränderung des Magnetfeldes führt zu Veränderungen in der Ozonschicht der Erde, was radikale Sprünge bei der Evolution der Biosphäre infolge einer Veränderung der Hintergrundstrahlung verursacht. Der Anstieg der Lufttemperatur auf der Erde führt zu einem intensiven Schmelzen und einer Anhebung des Wasserpegels der Ozeane.

    Das erste, „warme“ Stadium des Übergangsprozesses ist das kürzeste und das aktivste. In diesem Zeitraum erfolgt eine relativ schnelle Abbremsung der Erde, wodurch riesige Wärmemengen freigesetzt werden, was auch zur globalen Erwärmung führt.

    Im zweiten Stadium wird sich das Magnetfeld stabilisieren. Die Erde wird die Frequenz der Umdrehungen erhöhen, und der Elektromotor namens Erde wird wieder faktisch normal arbeiten. Die Erhöhung der Umdrehungsfrequenz führt zu einer Abkühlung. Die Gletscher werden sich wiederherstellen, und die Ozeane werden auf ihre früheren Wasserstände zurückkehren.

    Im dritten Stadium wird sich der Prozess beenden, die Umdrehungsfrequenz wird sich stabilisieren, und die Energiebilanz der Erde wird den Parametern der zurückliegenden Jahrtausende entsprechen.

    Nach der letzten Sintflut kam es zu einer intensiven Wanderung von Ost nach West. Kommt nun eine große Umsiedlung nach Osten? Wenn dem so ist, wird man nicht umhin kommen, die Entwicklung Sibiriens zu überlegen.

    Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.

    * Die Meinung des Autors muss nicht der der Redaktion entsprechen.

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