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    Russland: Von der Rohstoffkammer zum Reiseland

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    MOSKAU, 01. Juni (Gleb Sorokin, RIA Novosti). Touristen aus dem Aus- und Inland können bei der Diversifizierung von Russlands Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen.

    Bisher ist die Zahl von Auslandstouristen in Russland weit geringer als die Zahl der Russen, die für ihren Urlaub in andere Länder reisen (2,3 Millionen gegenüber 11,3 Millionen Personen).

    Übrigens sind die russischen Behörden davon überzeugt, dass sich mit der Entwicklung der touristischen Infrastruktur der Touristenstrom zunehmen und sich unser Land möglicherweise schon in den nächsten Jahren zu einem der populärsten Touristenziele der Welt entwickeln wird.

    Das Einmalige an Russland als Touristenland ist sein Riesenterritorium. Mit seiner Fläche von 17 Millionen Quadratkilometern ist Russland das weltweit größte Land und erstreckt sich von der Ostsee im Westen bis zum Japanischen Meer im Osten, wobei Reisende 11 Zeit- und zahlreiche Klimazonen überqueren können.

    Es gibt unendlich viele Gebiete mit eigenem Klima, einzigartigen Pflanzen- und Tierwelten, unterschiedlichen Landschaften, Schutzgebieten und Sehenswürdigkeiten.

    Russland mag nicht die besten Strände haben, das macht den Urlaub in unserem Land dennoch nicht weniger vielfältig und attraktiv. Wasserreiche und lange Flüsse wie die Wolga, der Jenissej oder die Lena mit vielfältiger Flora und Fauna sind wie geschaffen für Kreuzfahrten, Angelpartien, Floß-, Katamaran- und Bootsfahrten.

    Die vielen Seen des Landes sind malerisch und sauber. Das Wasser zum Beispiel des Baikalsees oder der Seen in Karelien ist durchaus trinkbar.

    Das Vorland und Gebirge des Nordkaukasus würden sicherlich die Bergsteiger, Mountainbiker, Gleitflugsportler, Wanderer, Höhlentouristen und Wassersportler anziehen. Aber auch Menschen, die nach Ruhe suchen, werden nicht enttäuscht sein: Ihnen stehen viele Berg- und Luft- sowie Wasserkurorte zur Verfügung.

    Die Natur- und kulturhistorischen Besonderheiten Russlands werden von zahlreichen Reisebüros genutzt, die in den vergangenen Jahren den ökologischen, den Sport- und Extrem-, den Skitourismus im Gebirge entwickeln und Studien-, Geschäfts-, Kur- und Jagdreisen, das Sportangeln fördern. Es werden Reisen zu verschiedenen historischen Orten und selbst gastronomische sowie Abenteuerreisen organisiert.

    Reiseleiter, die die Touristen begleiten und für Sicherheit sorgen, die Tatsache, dass Reisebüros über eine spezielle Ausrüstung, Ausstattung und Kommunikationsmittel verfügen, verhelfen auch Menschen, die keine Sonderkenntnisse und genügend Erfahrungen bei Individual-Reisen haben, zum Aktiv-Tourismus.

    Da ein großer Teil des Landes mehrere Monate im Jahr unter einer Schneedecke liegt, zieht der Skitourismus mit die größte Zahl der Touristen an. Heute können von Reisebüros vermittelte Skitouren mit maximalem Komfort gemacht werden: in Begleitung von einem oder zwei Schneefahrzeugen, die die Piste freimachen und das Gepäck transportieren.

    Gebiete mit geringer Bevölkerungsdichte und kaum urbanem Leben haben Ferien auf dem Bauernhof und bei ethnischen Völkern entdeckt. Eine Zeitlang kann man entweder in speziell eingerichteten Zimmern eines Dorfhauses oder einem eigens gebauten Cottage wohnen, sich mit dem örtlichen Handwerk bekannt machen und an Nationalfesten teilnehmen.

    Neben den Natur- und den kulturhistorischen Voraussetzungen tragen zur Entwicklung des Tourismus für Ausländer einige soziale Faktoren bei. Wir sprechen über die hohe Kaufkraft der ausländischen Währungen, über freie Reisen im größten Teil des Landes, darunter in touristisch sehr aussichtsreichen Gebieten wie dem russischen Fernen Osten, auf der Insel Sachalin, den Kurilen, im Ural-Gebiet, in Nordrussland sowie in den früher für ausländische Touristen geschlossenen Städten Nischni Nowgorod und Samara.

    Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.

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