15:46 16 Dezember 2017
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    Astrologie: Zeit der Entscheidung im Jahr des Hasen

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    Frohe Weihnachten und viel Glück im neuen Jahr 2011! (10)
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    Im Interview mit RIA Novosti spricht der russische Astrologe Wladimir Pogudin über das kommende Jahr und astrologische Voraussagen.

    RIA Novosti: Wir schreiten ins neue Jahr mit neuen Hoffnungen und Plänen. Wie wird das Jahr 2011 aussehen?

    Wladimir Pogudin: Das nächste Jahr wird sehr ernsthaft sein. Falls jemand Träume hat, werden sie nur dann erfüllt, wenn man sich sehr anstrengt. Zudem braucht man im nächsten Jahr großen Willen und den starken Wunsch, etwas zu erreichen. Nur diesen Menschen wird das nächste Jahr weiterhelfen. Das Jahr des weißen Hasen beginnt jedoch erst am 4. Februar. Der weiße Hase ist kein zartes und kuscheliges Tier, wie es sich viele vorstellen. Es ist ein sehr grausames Tier.

    In den vergangenen Jahren des Hasen hatte es Ereignisse wie den Beginn des Zweiten Weltkriegs, den Perestroika-Anfang, die Terroranschläge 1999 in Russland gegeben. Fast keines dieser Jahre  verlief ruhig. Sie waren zwar nicht alle mit blutigen Ereignissen und Zerstörungen verbunden, das Leben einzelner Menschen, verschiedener Länder und der ganzen Welt hat sich jedoch danach stark verändert.

    RIA Novosti: Sie haben gesagt, dass 2011 das Jahr des weißen Hasen ist. Dennoch ist derzeit in vielen Geschäften und auf vielen Kalendern eine Katze zu finden. Was hat es damit auf sich?

    Wladimir Pogudin: In verschiedenen Ländern wird dieses Jahr mit verschiedenen Tieren verbunden. In China mit einem Hasen, in Japan mit einer Katze, in Korea und in Vietnam mit einem Kaninchen. Das ist eigentlich eher symbolisch. Der Charakter dieses Tiers entspricht nicht immer dem, was uns im kommenden Jahr erwartet. Das betrifft alle Tiere des östlichen Kalenders.

    RIA Novosti: Für welche Tierkreiszeichen wird das kommende Jahr am günstigsten sein? Wer muss Willen zeigen?

    Wladimir Pogudin: Alle Tierkreiszeichen brauchen im nächsten Jahr Willen. Am erfolgreichsten wird das kommende Jahr wohl für Krebse und Zwillinge sein. Diese Menschen, vor allem die Krebse, sind vor allen Lebenswechseln geschützt. Dennoch stehen alle Menschen im kommenden Jahr vor einer ernsthaften Situation und müssen wichtige Entscheidungen treffen. Das Jahr des Kaninchens ist das Jahr der sechs Finsternisse.

    Zudem beginnt das kommende Jahr zwischen den Finsternissen. Es hat bereits eine Finsternis gegeben. Die nächste ist am 4. Januar zu erwarten. Beide Finsternisse sind ziemlich ernsthaft. Die Sonnenfinsternis am 4. Januar wird fast in ganz Russland und in vielen Gebieten Europas zu beobachten sein. Das bedeutet, dass sehr wichtige und sehr ernsthafte Ereignisse geschehen, die das weitere Leben verändern werden.

    RIA Novosti: Wie wird das Jahr insgesamt und beispielsweise für diejenigen sein, die im Jahr des Tigers oder im Jahrs des Schweins geboren wurden?

    Wladimir Pogudin: Man kann vielleicht die Hasen und die Katzen hervorheben. Dennoch kann man nicht sagen, dass dies für sie gut ist. Es wird für sie vor allem wichtig sein. Das ist die Zeit von wichtigen Entscheidungen, um das Leben völlig zu verändern. Die Astrologen sagen sehr oft den Menschen, dass das Jahr für sie sehr gut verlaufen wird und man Geschenke erwarten könnte. Damit nehmen sie ihnen die Lust zu Handlungen. Man soll jedoch auf keine Geschenke warten. Das ist die Zeit harter Arbeit. Was andere Tierkreiszeichen und die Jahre des chinesischen Kalenders betrifft, muss man die Geburtszeit mit einer Genauigkeit von vier Minuten wissen, um eine tatsächliche Prognose zu geben.

    RIA Novosti: Was in den Magazinen geschrieben steht, soll man also nur als Unterhaltung ansehen?

    Wladimir Pogudin: Ja, selbstverständlich. Deshalb sind die Prognosen in den Magazinen immer positiv. Wozu soll man etwas Schlechtes schreiben, falls das tatsächlich mit kleiner Wahrscheinlichkeit geschehen kann? Es ist immer angenehmer, etwas Positives zu hören.

    RIA Novosti: Falls man die Horoskope in den Magazinen nicht berücksichtigt, welche Menschen wenden sich an Sie? Ich spreche vor allem von Politikern. Nutzen Spitzenpolitiker astrologische Prognosen?

    Wladimir Pogudin: Selbstverständlich. In Russland wenden sich viele Politiker an die Astrologie. Das wird jedoch nicht an die große Glocke gehängt. Falls ein Astrologe sagt, dass er Obama oder Putin berät, handelt es sich um eine PR-Aktion. Dort, wo Informationen etwas kosten, gibt es auch Nachfrage. Politiker, Unternehmer und sogar Sicherheitsbeamte wenden sich sehr häufig an Astrologen, unter anderem an mich.

    RIA Novosti: Es kommt häufig vor, dass ein Mensch beim Lesen seines Horoskops sich vorprogrammiert. Danach wird das Gelesene wahr. Was können Sie empfehlen, damit die Astrologie keinen Schaden bringt? Wie kann man einen echten Astrologen von einem Scharlatan unterscheiden?

    Wladimir Pogudin: Auf den ersten Blick ist das sehr schwierig. Man braucht Erfahrung mit diesen Menschen. Das Wichtigste ist, dass ein guter Astrologe niemals sagen wird, dass es so und nicht anders geschieht. Die Astrologie erlaubt verschiedene Varianten. Es gibt eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es so geschieht und eine 20-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es anders geschieht. Die restlichen zehn Prozent entfallen auf etwas anderes.

    Deswegen besteht der tatsächliche Sinn, der Nutzen der Astrologie darin, dass eine Karte über das künftige Leben für den Menschen aufgedeckt wird. Falls es sich um eine einfache Prognose handelt, kann sie nur Unheil anrichten.

    RIA Novosti: Kann man sagen, dass der Astrologe Ratschläge und Anweisungen gibt und das letzte Wort dem Menschen gehört und er selbst sein Schicksal bestimmt?

    Wladimir Pogudin: Ja, natürlich. Das ist der Leitspruch der modernen Astrologie. Die Entscheidung wird vom Menschen getroffen. Die Astrologie hilft ihm, gibt Informationen, um diese Entscheidung mit offenen Augen zu treffen. Die Astrologie ist auf keinen Fall ein Ersatz für Psychologie oder Leitfäden. Der Astrologe ist kein Führer oder Guru, sondern ein Berater.

    RIA Novosti: Lassen wir uns darauf hoffen, dass wir im kommenden Jahr genug Willen und Weisheit haben, um richtige Entscheidungen treffen zu können.

    Das Gespräch führte Samir Schachbas.

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