00:30 26 September 2016
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Was Klitschko eigentlich wissen sollte: Nicht nur beim Boxen gibt es Regeln

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Bei seinem Kampf um den ukrainischen Präsidentengürtel sollte Klitschko bei dem derzeitigen Preis – Menschenleben – eigentlich zur Besinnung kommen, denn auch beim Boxsport gibt es Regeln, und in der Politik eben auch.

Bei seinem Kampf um den ukrainischen Präsidentengürtel sollte Klitschko bei dem derzeitigen Preis – Menschenleben – eigentlich zur Besinnung kommen, denn auch beim Boxsport gibt es Regeln, und in der Politik eben auch. Selbst wenn ihm einige selbsternannte Ringrichter in Berlin und Washington trotz der vielen Schläge der ukrainischen Opposition unter die Gürtellinie wohlwollend auf die Schulter klopfen, Recht und Gesetz können auch diese nicht außer Kraft setzen.

Klitschko zeigt Härte. Sowohl bei seiner Forderung an Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Sanktionen gegen ukrainische Politiker als auch bei seiner Ablehnung einer freiwilligen Räumung der von radikalen Oppositionellen gewaltsam besetzen Straßen, Plätze und Gebäude gegenüber Präsident Viktor Janukowitsch.

Es hat bereits Tote gegeben, darunter Zivilisten und Polizisten. Und die radikale Opposition ruft zur stärkeren Bewaffnung auf. Das Ganze ist seit langem außer Kontrolle geraten. Und der Einfluss der ukrainischen Nationalisten, der radikalsten unter den Radikalen, unter offen faschistischen Flaggen und Bannern, wirkt bereits beängstigend.

Klitschko scheint das alles nicht sonderlich zu berühren, er will die Integration mit der EU um jeden Preis, auch um den Preis von Menschenleben, wie die letzten Ereignisse in der Ukraine gezeigt haben. Regeln und Gesetze gelten da nicht mehr…

Die Meinung des Autors muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.

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