23:04 27 Februar 2020
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    Massaker in Odessa: Der Westen zeigt keine Reue

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    Der Westen wird keinen Protest gegen das Massaker im ukrainischen Odessa vom vergangenen Freitag einlegen.

    Der Westen wird keinen Protest gegen das Massaker  im ukrainischen Odessa vom vergangenen Freitag einlegen.

    Davon zeigte sich der Begründer des Netzwerks „Stop NATO“, Rick Rozoff, in seinem Artikel „Das Schweigen der Wölfe: Die Ukraine und die moralische Verdummung des Westens“ („Silence of the Wolves: Ukraine and the Moral Stultification of the West“) überzeugt.

    „Es wird keine Proteste wegen des barbarischen Massakers in Odessa geben. Keines der Hunderten Senatsmitglieder, keines der 435 Mitglieder des Repräsentantenhauses der USA und keiner der EU-Parlamentarier wird diese Ereignisse verurteilen, die an die Taten der Wehrmacht unter Adolf Hitler während des Zweiten Weltkrieges  oder der herumstreunenden Söldnerbanden aus der  Zeit des Dreißigjährigen Kriegs im 17. Jahrhundert erinnern“, so der Autor.

    Ihm zufolge haben die Kiewer Behörden etwas getan, was nicht einmal Hitlers Faschisten gewagt hatten: Erst setzten sie das abgeriegelte Gewerkschaftshaus in Odessa, in dem sich viele Menschen aufhielten, in Brand und behaupteten anschließend, diese hätten das Gebäude selbst angezündet.

    Trotz aller Versuche der Übergangsregierung in Kiew und deren Sponsoren aus den USA und der EU, die Umstände der schrecklichen Ereignisse in Odessa am 2. Mai zu vertuschen und auf eigene Weise zu deuten, könne nicht bestritten werden, dass mehr als 40 Menschen gestorben und mehr als 200 verletzt worden seien, nachdem die regierungstreuen Kräfte das Gewerkschaftshaus überfallen und in Brand gesetzt hatten, schreibt Rozoff.

    „Die westlichen Führer werden Krokodiltränen vergießen und beiden Konfliktseiten ihr Mitleid aussprechen, dabei aber die umfassende Militärkampagne des von ihnen gesponserten Kiewer Regimes gegen die so genannten „Terroristen“ sowohl moralisch als auch materiell unterstützen“, so der Autor.

    Armee-Einsatz und blutige Ausschreitungen in Südost-Ukraine

    Bei den Massenunruhen in Odessa am 2. Mai, darunter beim Brand in dem Gewerkschaftshaus, in dem sich die Aktivisten des so genannten Anti-Maidans versteckten, sind mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Am 3. Mai berichtete das ukrainische Innenministerium über die Festnahme von 172 Personen, von denen 127 angeblich aktiv an den Massenunruhen beteiligt gewesen waren.

    * Die Meinung des Autors muss nicht der der Redaktion entsprechen.

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