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12:30 20 September 2019
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    Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE

    Linke-Politiker Gehrcke zum Ukraine-Konflikt: Besser verhandeln als schießen

    © Flickr/ DIE LINKE
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    Beilegung der Ukraine-Krise (337)
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    Das Minsker Abkommen droht zu scheitern, die vereinbarte Waffenruhe wird nicht eingehalten. Dennoch stuft Wolfgang Gehrcke die Verhandlungen in Minsk nicht als sinnlos ein. Sputnik-Korrespondentin Jana Hermanovskaja hat den Politiker der Partei „Die Linke“ interviewt.

    „Ich sehe keinen anderen Weg oder keinen, der sinnvoll ist. Ich möchte, dass das Schießen, das Morden, das Töten aufhört. Ich möchte, dass in der Ukraine wieder halbwegs normale Verhältnisse einziehen, die Menschen dort leben können. Ich möchte, dass die Angst weicht. Und dazu müssen Vereinbarungen getroffen werden“, unterstreicht Gehrcke. Um solche Vereinbarungen müsse man kämpfen, auch wenn man sehr skeptisch sei, ob sie eingehalten werden oder nicht“, unterstreicht der Linke-Politiker.

    Gehrcke fordert ein Waffenembargo für den gesamten ukrainischen Raum. „Natürlich will die Waffenindustrie möglichst viele Waffen in die Ukraine liefern, aber ich bin der Meinung, dass Menschen stärker sind als große Konzerne.“ Daher sollten sich die Bürger mit Demonstrationen und Aktionen der Zivilgesellschaft  gegen Waffenlieferungen jeglicher Art wehren. „Die Hälfte der Bundesbürger hat Angst vor einer Auseinandersetzung zwischen Russland und der Nato“, gibt Gehrcke zu bedenken und appelliert an die Bundesregierung: „Macht uns die Russen nicht zu Feinden. Das darf auf keinen Fall passieren.“

    * Die Meinung des Autors muss nicht der der Redaktion entsprechen.

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    NATO, Wolfgang Gehrcke, Ukraine