23:01 20 Juni 2018
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    Georgier protestieren gegen Abzug des russischen Militärstützpunktes

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    TIFLIS, 03. Mai (RIA Novosti). Rund einhundert Einwohner der georgischen Region Samzche-Dschawachetija protestieren derzeit vor der Stadtverwaltung Achalkalaki gegen den Abzug des russischen Militärstützpunktes.

    In dieser Region leben mehrheitlich georgische Staatsbürger armenischer Abstammung.

    Die Demonstranten vermuten, dass Georgien, das in die Nato strebt, nach dem Abzug des russischen Militärs den Nato-Truppen die Türen öffnen will. Die dort lebenden Armenier befürchten, dass damit auch türkische Armeeangehörige in den jetzt noch russischen Stützpunkt kommen könnten.

    Ein weiterer Grund für die Proteste besteht darin, dass die Auflösung des russischen Militärstützpunktes für die Ortsbewohner den Verlust von Arbeitsplätzen bedeutet.

    Das russische Militär hat am Mittwoch mit der Auflösung des Stützpunktes im georgischen Achalkalaki begonnen. Der Abzug des russischen Militärvermögens soll einem russisch-georgischen Abkommen zufolge bis zum Jahreswechsel abgeschlossen werden. Das Abkommen war am 31. März 2006 unterzeichnet worden. Es regelt das zeitweilige Funktionieren sowie den Abzug der russischen Militärbasen und anderer russischer Militärobjekte in Georgien.