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    Militärpolitische NATO-Doktrin muss überprüft werden

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    WLADIWOSTOK, 11. Mai (RIA Novosti). Die militärpolitische Nordatlantikallianz muss ihre veraltete Doktrin überprüfen.

    Das sagte Isabelle Francois, Direktorin des Moskauer NATO-Informationsbüros, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der fernöstlichen Stadt Wladiwostok.

    Ihr zufolge wird der Kampf gegen den internationalen Terrorismus und Drogenhandel einer neuen NATO-Doktrin zugrunde gelegt. "Die NATO und Russland müssen gemeinsam gegen diese Gefahren kämpfen", betonte sie.

    "Die NATO-Führung erkennt, dass Russland kein Feind ist. Zu einer neuen weltweiten Gefahr wurde der Terrorismus, worunter die friedliche Bevölkerung in allen Ländern leidet. Deshalb müssen wir die Widersprüche vergessen, die im Ergebnis des Kalten Krieges entstanden sind, und unsere Anstrengungen im Kampf gegen den gemeinsamen Feind vereinigen", unterstrich die Direktorin.

    Wie sie sagte, habe der Kalte Krieg in der Gesellschaft eine Klischeevorstellung kultiviert, dass Russland und die NATO zwei gegenüberstehende Kräfte seien, die nicht zusammenarbeiten können. "Dieser Stereotyp lebt bislang im gesellschaftlichen Bewusstsein sowohl in Russland als auch in den NATO-Ländern", sagte sie.

    Ihr zufolge muss die internationale Aktion "Russland-NATO: Vereinigung der Anstrengungen" diese stereotype Denkweise aus der Welt schaffen. "Wir müssen es lernen, einander Gehör zu schenken, selbst wenn unsere Meinungen zu manchen Fragen nicht übereinstimmen", unterstrich Isabelle Francois.

    Auf die Frage nach ihrer Einstellung zur Anti-NATO-Mahnwache in Wladiwostok sagte sie: "Ich halte das für normal. Menschen, die in einer demokratischen Gesellschaft leben, haben das Recht auf unterschiedliche Meinung."

    Das große internationale Projekt "Russland-NATO: Vereinigung der Anstrengungen" wird in neun russischen Städten stattfinden. Zur Beteiligung an dieser Aktion kamen Delegationen aus europäischen Ländern und aus der asiatisch-pazifischen Region.

    Das Ziel dieser Aktion ist die Verbesserung der gegenseitigen Verständigung zwischen den Völkern Russlands und der Länder, die der Nordatlantikallianz angehören.

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