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    Der Abfangjäger MiG-31

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    Die MiG-31 ist eine weitere Variante des Abfangjägers MiG-25. Mit der Entwicklung der Maschine hatten die Spezialisten des Mikojan-Versuchs- und Konstruktionsbüros bereits 1970 begonnen, nachdem in den USA die Überschall-Aufklärungs- und Überschall-Bombenflugzeuge erschienen waren.

    MOSKAU, 14. Juni (RIA Novosti). Die MiG-31 ist eine weitere Variante des Abfangjägers MiG-25. Mit der Entwicklung der Maschine hatten die Spezialisten des Mikojan-Versuchs- und Konstruktionsbüros bereits 1970 begonnen, nachdem in den USA die Überschall-Aufklärungs- und Überschall-Bombenflugzeuge erschienen waren. Ursprünglich hieß die Maschine MiG-25MP.

    Die MiG-31 ist für das Abfangen und die Vernichtung von Luftzielen in großen, mittleren und geringen Höhen unter einfachen und komplizierten Witterungsverhältnissen, bei Tage und nachts bestimmt.

    Äußerlich erinnert sie an die MiG-25: zwei Seitenflossen und zwei Luftansaugstutzen an den Seiten. Die Unterschiede jedoch sind sehr wesentlich. Vor allem fällt auf, dass es hinter dem Cockpit noch eine Pilotenkabine gibt, während die MiG-25 einsitzig ist. Der Einsatz des Flugzeuges auf herkömmlichen Flugplätzen erforderte auf Grund der recht großen Startmasse eine Veränderung der Konstruktion des Fahrwerks mit vier Rädern. Das verringerte den Druck auf die Start- und Landebahn.

    Das Schub-Masse-Verhältnis des Flugzeuges wurde durch den Einsatz von zwei modifizierten, hochwirtschaftlichen Zweistrom-Turbinenluftstrahltriebwerken vergrößert, deren Schubkraft die der MIG-25 um ein Drittel übertraf. Außerdem wurde die Flugweite erhöht, da die Maschine in der Luft aufgetankt werden kann.

    Das neue Flugzeug wurde mit einem störgeschützten Komplex ausgerüstet, der ein zuverlässiges Abfangen von Luftzielen sichert.

    Bekanntlich hängt die Kampfeffektivität eines Flugzeuges von der Bewaffnung und deren Möglichkeiten ab. Die Maschine kann mit vier Raketen großer Reichweite mit Zielsuchköpfen sowie zwei Raketen mittlerer Reichweite mit Infrarot-Zielsuchköpfen oder mit vier Raketen großer Reichweite und vier Raketen geringer Reichweite (Nahkampfraketen) ausgestattet werden. Bei den Kampfmöglichkeiten hat die MiG-31 weder in Russland noch im Ausland ihresgleichen.

    Die Serienfertigung der MiG-31 wurde 1979 im Flugzeugwerk in Gorki (heute Nischni Nowgorod) aufgenommen. Seit jener Zeit wurde die Maschine für die Lösung neuer Kampfaufgaben verbessert, modernisiert und angepasst.

    Anfang 1992 gehörten über 200 Abfangjäger MiG-31 zur Ausstattung der Luftverteidigungstruppen der GUS-Länder. 24 Flugzeuge dieser Baureihe wurden nach China geliefert.

    Die MiG-31 wurde kein einziges Mal gegen Luftziele des Gegners eingesetzt. Aber 1985, nach der Zuspitzung der sowjetisch-amerikanischen Beziehungen im Ergebnis des Abfangens einer südkoreanischen Boeing 747 im Raum der Insel Sachalin, wurde eine Staffel von MiG-31 in den Fernen Osten verlegt. Ihr dortiges Auftauchen führte zu einer drastischen Verringerung der Aktivität der US-Fliegerkräfte in der Region.