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    G8-Innen- und Justizministerberatung: Terroristen vom Internet "abschneiden"

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Novosti). Auf der Beratung der Innen- und Justizminister sowie der Generalstaatsanwälte aus den G8-Staaten, die in Moskau am 15. und 16. Juni stattfindet, hat der Chef der Kreml-Administration, Sergej Sobjanin, gefordert, an der internationalen Anti-Terror-Strategie Korrekturen vorzunehmen.

    Er verwies darauf, dass sich Terroristen immer mehr der Errungenschaften der modernen Zivilisation bedienen, so der Telekommunikation und des Internets. Davon ausgehend rief er dazu auf, die Ursachen von Terrorismus zu beseitigen und seine Nachrichtenkanäle zu unterbrechen. Vor allem müssten nationale Konflikte vorbeugend erkannt werden, denn von ihnen würden die Ideologen des Terrorismus parasitieren.

    "Terrorismus und organisierte Kriminalität bedrohen ernsthaft die dynamische Entwicklung und den wirtschaftlichen Fortschritt. Sie stellen eine Gefahr für das Wohlergehen und die Sicherheit der Bürger dar", unterstrich Sobjanin.

    Der russische Innenminister, Raschid Nurgalijew, rief die Beratungsteilnehmer dazu auf, Terroristen vom Internet "abzuschneiden", denn das weltumspannende Netz verkomme zu einem Informationszentrum, welches "umfassende Anleitungen für die Konspiration, für die Schaffung von Sprengsätzen und Waffen sowie deren Anwendung liefert".

    Im Internet würden potenzielle Terroristen gesucht, angeworben und instruiert. Das Angebot reiche von der Propaganda extremistischer Ideologien bis hin zur Verherrlichung verübter Verbrechen.

    Innenminister Raschid Nurgalijew verwies außerdem auf die illegale Migration, die den Boden für die Schaffung von Kanälen für Söldner und Extremisten bereite. "Die illegale Migration ist sehr gefährlich. Sie ist die Wurzel und der Nährboden für die Weiterleitung von Söldnern und Extremisten, für Drogen- und Waffenlieferungen sowie den Menschenhandel", unterstrich der Innenminister.

    Russlands Justizminister Jurij Tschaika brachte die Gewissheit zum Ausdruck, dass die Beratung sich positiv auf die weitere Zusammenarbeit der G8-Staaten auswirken wird. Vervollkommnet werden müsse das Zusammenwirken im Kampf gegen den Terrorismus und die Kriminalität, aber auch in der Rechtsanwendung.

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