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    Kirgisiens Premier warnt vor ethnischem Konflikt im Fergana-Tal

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    BISCHKEK, 15. Juni (RIA Novosti). Religiöse Extremisten werden in diesem Herbst versuchen, einen ethnischen Konflikt im Fergana-Tal zu entfachen.

    Das sagte der kirgisische Premier Felix Kulow am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Regionaldirektor für Südost- und Zentralasien der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Abdel Moneim Mustafa Hassan.

    Das erfuhr RIA Novosti am Donnerstag im Pressedienst der kirgisischen Regierung.

    "Nach unseren Angaben wird eine Gruppe von religiösen Predigern und Anhängern der extremistischen bewaffneten Formationen in diesem Herbst versuchen, im Fergana-Tal einen ethnischen Konflikt zu entfachen", sagte der kirgisische Regierungschef.

    Laut Kulow können "der hohe Stand der Arbeitslosigkeit sowie der Mangel an Land und Wasserressourcen" den Nährboden für eine Destabilisierung bilden.

    Das Fergana-Tal, das im Süden Kirgisiens gelegen ist und sich auf einen Teil des Territoriums des benachbarten Usbekistan erstreckt, wo sich berühmte islamische Heiligtümer befinden, zieht eine große Aufmerksamkeit der islamischen Extremisten auf sich. Sie haben wiederholt ihre Absicht bekundet, in dieser Region ein islamisches Khalifat zu gründen.

    Anfang der 90er Jahre war es im Fergana-Tal bereits zu einem kirgisisch-usbekischen Konflikt gekommen, der Hunderte von Menschenleben forderte.

    Laut Kulow ist auch die Situation mit dem Eindringen illegaler Einwanderer aus den Nachbarländern weiterhin angespannt. "Das fehlende System für die Erfassung und Kontrolle der ins Land einreisenden ausländischen Bürger führt dazu, dass der Zustrom illegaler Migranten weiter zunimmt", sagte der Chef des Ministerkabinetts.

    Wie der IOM-Vertreter dazu bemerkte, "ist Kirgisien ein Vorbild für die Länder der zentralasiatischen Region bei der Bewältigung der Migrationsprobleme". Seine Organisation sei bereit, bei der Lösung der bestehenden Probleme in diesem Bereich zu helfen, sagte Abdel Moneim Mustafa Hassan.

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