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    Tiflis gegen Teilnahme von Vertretern russischer Friedenskräfte am Monitoring von Kodori

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    Zuspitzung der Lage im Kodori-Tal (34)
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    Die georgischen Behörden sind weiterhin gegen die Beteiligung von Vertretern der russischen Friedenstruppe am Monitoring im Kodori-Tal.

    TIFLIS, 15. August (RIA Novosti). Die georgischen Behörden sind weiterhin gegen die Beteiligung von Vertretern der russischen Friedenstruppe am Monitoring im Kodori-Tal.

    Darauf verwiesen die Teilnehmer des am Dienstag im georgischen Außenministerium durchgeführten Koordinierungstreffens zum Thema Kodori-Tal vor Journalisten, berichtet die Agentur Novosti-Grusia.

    Bei dem knapp einstündigen Gespräch ging es darum, wie sich die Situation im Kodori-Tal weiterentwickeln wird und wie das internationale Monitoring in der Region durchgeführt werden soll. Die stellvertretende georgische Innenministerin Eka Sguladse erstattete Bericht über die gegenwärtige Situation im Kodori-Tal.

    "Die georgische Seite ist bereit, ab dem 20. August den Transport und die Sicherheit der Monitoringgruppe im Kodori-Tal zu sichern. Die Hauptforderung der georgischen Seite läuft weiterhin darauf hinaus, dass der Gruppe keine Vertreter der russischen Friedenstruppe angehören dürfen", sagte der stellvertretende georgische Außenminister Georgi Mandschgaladse nach Abschluss des Treffens vor Journalisten.

    "Die georgische Seite hat ein Recht auf diese Forderung, denn das Kodori-Tal gehört nicht zur sogenannten ,Sicherheitszone'", fuhr Mandschgaladse fort. Ihm zufolge besteht Georgien auch darauf, dass parallel dazu ein Monitoring in dem von der abchasischen Seite kontrollierten unteren Teil des Tales durchgeführt wird. "Diese Forderung liegt im Rahmen der Vereinbarungen, die im Moskauer Abkommen von 1994 enthalten sind", betonte der Vizeaußenminister.

    Was die Zusammensetzung der Monitoringgruppe betreffe, so sei dies "eine technische Seite. Diese Frage wird bei einem Treffen mit Vertretern der UNO-Beobachtermission in Georgien erörtert", so Mandschgaladse.

    Der Stellvertreter des georgischen Verteidigungsministers, Mamuka Kudawa, sagte ebenfalls vor Journalisten, Vertreter der russischen Friedenstruppe dürften nicht der internationalen Monitoringgruppe angehören. "So ist die Position der georgischen Regierung. Da die russischen Friedenskräfte keine unvoreingenommene Seite vertreten, dürfen sie nicht in die Monitoringgruppe aufgenommen werden." Der stellvertretende Verteidigungsminister bemerkte auch, die georgische Seite sei bereit, der Beobachtergruppe alle Sicherheitsgarantien zu gewähren. Laut Kudawa bestehe die georgische Seite darauf, dass im oberen und im unteren Teil des Tales gleichzeitig ein Monitoring geführt wird.

    Das vorangegangene Koordinierungstreffen im georgischen Außenministerium hatte am 09. August stattgefunden. Daran nahmen Außenminister Gela Beschuaschwili, Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili, Innenminister Wano Merabischwili und der für Konfliktlösung zuständige Staatsminister Merab Antadse teil.

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