16:30 26 September 2017
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    Verteidigungsministerium: Russland kann Raketenvertrag kündigen

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    Russland kann bei Bedarf den Vertrag über Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite mit den USA einseitig kündigen, sagte ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums in einem Gespräch mit RIA Novosti. Einen Präzedenzfall dafür habe der einseitige Ausstieg der USA aus dem AMB-Vertrag gegeben, stellte er fest.

    MOSKAU, 25. August (RIA Novosti). Russland kann bei Bedarf den Vertrag über Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite mit den USA einseitig kündigen, sagte ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums in einem Gespräch mit RIA Novosti.

    Einen Präzedenzfall dafür habe der einseitige Ausstieg der USA aus dem AMB-Vertrag gegeben, stellte er fest.

    "In 20 bis 30 Jahren wird jeder beliebige Staat über solche Raketen verfügen, nur nicht Russland und die USA", begründete der Sprecher.

    "Die USA sind sich dessen bewusst, dass die russischen Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite keine Gefahr für Amerika darstellen, es sei denn, sie werden auf der Tschuktschen-Halbinsel nahe von Alaska stationiert, was nie passieren wird", sagte der Experte weiter. Russland bräuchte Mittelstreckenraketen, um sich gegen einige Nachbarn wie Nordkorea zu schützen.

    Moskau sähe diesen Vertrag als ein Relikt aus dem Kalten Krieg an. Damals hatten nur die Sowjetunion und die USA solche Raketen, sagte der Vertreter des Verteidigungsministeriums.

    Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass Russland den russisch-amerikanischen Vertrag über Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite als Relikt des Kalten Krieges ansehe und einseitig aufheben wolle.

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