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    Neue Fregatte bekommt Fla-Raketenkomplex "Uragan"

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    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Die Seestreitkräfte Russlands sollen entsprechend dem staatlichen Rüstungsprogramm für den Zeitraum von 2006 bis 2015 einige Dutzend Über- und Unterwasserschiffe, darunter fünf strategische Raketenträger, bekommen.

    Besonders große Schiffe sind die Fregatten des Projekts "22350", die eine Wasserverdrängung von 8000 Tonnen aufweisen. Sie stehen in einer Reihe mit modernen Überwasserschiffen, wie den Kreuzern der Ticonderoga-Klasse, die über gelenkte Raketenwaffen verfügen, den Zerstörern des Typs Arleigh Burke mit gelenkten Raketenwaffen der US-Kriegsmarine, die mit dem AEGIS Weapon System versehen sind sowie russische Zerstörer des Projekts 956.

    Die Nullfregatte des Projekts "22350" wurde Anfang dieses Jahres in der Werft " Sewernaja werf" ("Nördliche Werft") in Sewerodwinsk, einer Stadt im Gebiet Archangelsk, im Norden Russlands, auf Kiel gelegt. Nach Worten Dmitri Silantjews, Chefkonstrukteur des Projekts, betragen die Baukosten des Schiffes ungefähr 300 Millionen US-Dollar. Im Projekt machen neue Technologien und Entwicklungen wenigstens 30 Prozent aus. Die Fregatte soll 2009 ihrer Bestimmung übergeben werden. Sie wurde "Admiral flota Sowjetskogo Sojusa Sergej Gorschkow" ("Flottenadmiral der Sowjetunion Sergej Gorschkow") genannt.

    "Sewernaja werf" ist eines der größten Schiffbauwerke Russlands. Der Gesamtumfang von Aufträgen, die das Werk heute erfüllt, beträgt 1,6 Milliarden US-Dollar.

    Die Fregatte (ein Küstenschutzschiff) des Projekts "22350" wird nach einer 15-jährigen Pause zum ersten russischen Schiff der Hochseemarine werden. Sie ist für die U-Boot-Abwehr und die Erfüllung von Angriffsaufgaben bestimmt. Wasserverdrängung - 4500 Tonnen. Hauptbewaffnung: acht Seezielmarschflugkörper 3M55 "Onyx", das neue 130-mm-Geschütz A-192, der U-Boot-Abwehrraketenkomplex "Medwedka-2" und der Fla-Raketenkomplex mittlerer Reichweite "Uragan" ("Orkan").

    Der Schiffs-Fla-Raketenkomplex M-22 "Uragan" ist für die Luftsicherung von Schiffen und den individuellen Schutz des Trägerschiffes gegen Seezielraketen und Flugzeuge bestimmt, die gleichzeitig von verschiedenen Richtungen angreifen.

    Die Forschungs- und Produktionsvereinigung Altair entwickelte einen Mehrkanalkomplex des Modultyps, dank dem die Möglichkeit entsteht, auf dem Trägerschiff bis zu zwölf Kanäle in Abhängigkeit von der Wasserverdrängung des Trägers und den Bedürfnissen des Aufraggebers zu haben.

    Die Zeit der Bereitschaft des Komplexes beträgt höchstens drei Minuten. Bei dem Gefecht kann der Komplex autonom oder mit der zentralisierten Leitung durch das Schiffssystem der Luftverteidigung funktionieren.

    Der Fla-Raketenkomplex "Uragan" kann zu jeder Tageszeit, unter jeglichen Witterungsverhältnissen und bei einem starken Seegang eingesetzt werden.

    Der Komplex wurde 1983 offiziell in die Bewaffnung aufgenommen. So verfügen schon die Zerstörer des Projekts 956 über diese Bewaffnung.

    Die Exportmodifikation des Fla-Raketenkomplexes heißt "Schtil" ("Stille") und wird aktiv exportiert. Mit "Schtil" sind die chinesischen Zerstörer des Projekts 956E und die indischen Küstenschutzschiffe des Projekts "11356" bewaffnet.