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    Russland will mit Luftabwehrsytemen die Rüstungsmärkte im Nahen Osten erobern - „Gaseta“

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    MOSKAU, 19. Februar (RIA Novosti). Im Kampf um die Rüstungsmärkte im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika setzt Russland auf Landstreitkräfte und Luftabwehr. Auf diese Region entfällt rund ein Drittel des globalen Rüstungsmarkts, dessen jährlicher Umfang vom Moskauer Zentrum für Strategien- und Technologienanalyse auf 50 Milliarden Dollar geschätzt wird, schreibt die Tageszeitung „Gaseta“ am Montag.

    Beim 8. Internationalen Rüstungssalon IDEX-2007 in Abu Dhabi konkurrieren derzeit 43 russische Unternehmen, die unter dem Dach des Rüstungsexportunternehmens Rosoboronexport antreten, mit Firmen aus 50 Ländern.

    „Die Araber bekunden traditionell Interesse für unsere leichten gepanzerten Fahrzeuge, für die Luftabwehr und für Spezialrüstungen“, sagt Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums. Im vergangenen Jahr machten die Luftabwehrsysteme 21,6 Prozent des russischen Rüstungsexports aus.

    Gestützt auf die öffentlich zugänglichen Angaben, schätzen Experten des Zentrums den russischen Militärexport des vergangenen Jahres auf 3,86 Milliarden Dollar. Indessen erklärte Michail Dmitrijew, Direktor der Föderalen Behörde für die militärtechnische Zusammenarbeit, noch im Dezember: „2006 werden wir beim Export militärischer Erzeugnisse zweifellos den Umfang von sechs Milliarden Dollar erreichen.“

    Wenn Dmitrijew Recht hat, so werden die Lieferungen von Luftabwehrsystemen im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Milliarden Dollar betragen. Allein Iran zahlte 780 Millionen Dollar für die Luftabwehr-Raketenkomplexe Tor-M1. Hinzu kommen die vorerst nicht bestätigten Angaben über die Lieferung von sechs Luftabwehrkomplexen des Typs Tunguska für insgesamt 100 Millionen Dollar. Im gleichen Umfang und für die gleiche Summe wurden sechs Tunguska-Komplexe an Marokko geliefert. Weitere Exporte von Luftabwehrkomplexen (Typenbezeichnungen Kwadrat und Petschora) gingen an Ägypten und Iran.

    Im Idealfall könnte Russland für die gesamte Luftabwehr im arabischen Himmel zuständig sein. „Das Wichtigste besteht darin, auf den Markt Saudi-Arabiens zu kommen, der hauptsächlich von den USA, Großbritannien und Frankreich beliefert wird“, sagte Konstantin Makijenko, Vizedirektor des Zentrums. Ein Erfolg hängt hier allerdings vorwiegend nicht von der Qualität der russischen Rüstungen und deren Preisvorteilen, sondern von rein politischen Vorzügen der Käufer. „Alle Rüstungsmärkte haben einen politischen Hintergrund und die arabischen erst recht“, betonte der Experte.

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