21:56 26 September 2017
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    Iran setzt Weltraum-Ente in Umlauf

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    Am Sonntag hat Teheran bekanntgegeben, erstmals eine Weltraumrakete erfolgreich getestet zu haben.

    MOSKAU, 26. Februar (RIA Novosti). Am Sonntag hat Teheran bekanntgegeben, erstmals eine Weltraumrakete erfolgreich getestet zu haben.

    Mohsen Bahrami, Chef des iranischen Forschungszentrums für Luft- und Raumfahrt, gab diese Erklärung im Fernsehen kurz vor der Londoner Sitzung der Sechser-Gruppe (fünf Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrats und Deutschland) ab, in der weitere Sanktionen gegen den Iran erörtert werden sollen.

    Wenige Stunden später stellte sein Vize Akbar Golrou klar, dass es sich um eine meteorologische Rakete handle, die eine Höhe von 150 Kilometern erreicht habe und dann mit Hilfe eines Fallschirms auf die Erde zurückgekehrt sei.

    Wie die russische Zeitung „Kommersant“ berichtet, wurde im Iran sehr wahrscheinlich überhaupt keine Rakete getestet. Die russische Funkmessstation Darjal-U in Gabala (Aserbaidschan) habe keine Raketenstarts im Iran registriert, berichtete die Zeitung unter Hinweis auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Auch im Weltraum haben die russischen Kontrollsysteme keine neuen Objekte geortet. Insoweit handelt es sich möglicherweise um einen Bluff. Teheran versucht offenbar die Weltgemeinschaft davon zu überzeugen, dass es kurz davor stehe, eine ballistische Interkontinentalrakete zu bauen.

    Die Raketentechnik gehört seit den 1980er Jahren zu den Prioritäten der iranischen Staatsführung. Ein besonderer Akzent wird dabei auf militärische ballistische Raketen gesetzt. Zu diesem Zweck kaufte der Iran bei Nordkorea Kwangmyongsong-Raketen (Kopie der sowjetischen R-17-Rakete mit einer maximalen Reichweite von 330 Kilometern) samt Herstellungstechnologien. Die iranische Modifikation hieß Shahab-1 („Meteor“). Anschließend wurde bei Nordkorea eine Scud-C-Rakete (Shahab-2, Reichweite 500 km) gekauft. Später baute der Iran auf der Grundlage der nordkoreanischen Nodong-1-Rakete die Rakete Shahab-3 (Reichweite - mehr als 1 000 Kilometer). Weiter folgten Shahab-4 (Reichweite 2 000 Kilometer), Shahab-5 (Reichweite 5 500 Kilometer) und Shahab-6 (Reichweite 10 000 Kilometer).

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