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    Bachtscha - Digitalsuperbewaffnung für die Luftlandetruppen

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    MOSKAU, 27. Februar (RIA Novosti). Der Luftlande-Schützenpanzer der vierten Modifikation BMD-4 ist in die Bewaffnung der russischen Luftlandetruppen aufgenommen worden.

    Das teilte die Web-Site des Militär-Industrie-Komplexes von Russland mit.

    Das neue Gefechtsfahrzeug, das auf Bachtscha (Melonenfeld) getauft wurde, wurde im Sommer 2006 auf dem Versuchsgelände in Dubrowitschi bei Rjasan (Zentralrussland) getestet.

    Als Grundlage nahmen die Konstrukteure das Gefechtssegment des BMD-3. Sie haben die Form der Stahlschürzen verändert, die die Turmpanzerung verstärken, und den Turm mit Nebelvorhang-Vorrichtungen versehen.

    Im Vergleich zu seinen Vorgängern hat der BMD-4 nicht nur größere Abmessungen, sondern auch eine größere Masse (13,6 Tonnen). Aber bei einer solchen Masse kann der Luftlande-Schützenpanzer eine Stundengeschwindigkeit von bis zu 90 Kilometern entwickeln. Er besitzt auch eine für die Beweglichkeit der Luftlandetruppen derart wichtige Eigenschaft wie Transportfähigkeit mit Flugzeugen und Hubschraubern. Der Bachtscha kann zum Bestimmungsort nicht nur im Landeverfahren gebracht werden, sondern auch aus der Luft im tiefen Hinterland des Gegners abgeworfen werden. Der BMD-4 hat auch einen längeren „Feuerarm“. Mit den nicht lenkbaren 100-mm-Splittersprenggranaten kann man Menschen, Gebäude und mechanisierte Mittel des Gegners in einer Entfernung von bis zu sieben Kilometern und mit der lenkbaren Rakete Arkan (das ist eine regelrechte Präzisionswaffe) - in einer Entfernung von bis zu 5,5 Kilometern vernichten.

    Beim Schießen können die notwendigen Korrekturen automatisch vorgenommen werden. Dafür gibt es Geber, die die Windgeschwindigkeit und -richtung, den atmosphärischen Druck, die Temperatur der Luft und der Granate selbst bestimmen.

    Das Feuerleitsystem des BMD-4 hat ein Präzisionsvisier für den Richtschützen, einen Video- und Infrarotautomaten für Zielbegleitung, einen Digitalstabilisator für die Bewaffnung und einen ballistischen Digitalrechner. Das ermöglicht dem Kommandanten und dem Richtschützen das Schießen von der Stelle, aus der Bewegung und schwimmend auf Erd- und Luftziele. Dabei lassen sich alle Digitalmodule der automatischen Feuerleitung insgesamt innerhalb von 30 Sekunden in Gang setzen. Die Vorbereitung ausländischer analoger Gefechtsfahrzeuge auf das Schießen nimmt viel mehr Zeit in Anspruch.

    Die Spezialisten sind der Auffassung, dass der Bachtscha nun über eine hinreichende Feuerleistung für die Kampfführung auf gegnerischem Territorium ohne zusätzliche Feuerunterstützung durch andere Waffengattungen verfügt, was gerade die Bestimmung der Luftlandetruppen ist.

    „Nach der Feuerleistung, dem Niveau des Schutzes und der Beweglichkeit hat der BMD-4 in der Klasse der Gefechtsfahrzeuge mit einer Masse von 12,5 bis 18 Tonnen in der Welt nicht seinesgleichen“, sagte Leonid Roschal, stellvertretender Generalkonstrukteur des Konstruktionsbüros für Gerätebau in Tula.

    Die Konstruktion des BMD-4 ermöglicht es der Besatzung, im Fahrzeug von Flugzeugen abgesetzt zu werden und praktisch gleich nach der Landung zum Gefecht überzugehen.

    Um aber eine derart ernsthafte Kampftechnik perfekt zu beherrschen, die bereits zur Bewaffnung der Truppen gehört, muss man auch Spezialisten von hoher Klasse ausbilden.

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