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    Russland über zunehmende Zahl der ABM-Elemente der USA besorgt

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Russland ist über die Zahl der Elemente der Raketenabwehr besorgt, die die USA in verschiedenen Regionen der Welt stationieren wollen.

    MOSKAU, 27. Februar (RIA Novosti). Russland ist über die Zahl der Elemente der Raketenabwehr besorgt, die die USA in verschiedenen Regionen der Welt stationieren wollen.

    "Die Erklärungen Washingtons zu diesem Thema sind für uns immer noch nicht zufriedenstellend", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag auf einer Pressekonferenz in der Moskauer Zentrale der Nachrichtenagentur RIA Novosti. Russland erörtere mit Washington seine Besorgnis im Zusammenhang mit der geplanten Stationierung von ABM-Elementen in Tschechien und Polen.

    "Ich habe das mit US-Außenministerin Condoleezza Rice besprochen. Sie sagte mir, jene zehn Abwehrraketen, die in der dritten Staffel stationiert werden sollten, seien nichts im Vergleich zum Potenzial der russischen Sonderraketentruppen." Zugleich machte Lawrow darauf aufmerksam, dass parallel zu diesen Raketen auch andere Elemente der Raketenabwehr im Raum der Aleuten-Inseln aufgebaut werden. "Es stellte sich heraus, dass auch Großbritannien seinen Wunsch nach der Stationierung von ABM-Elementen auf seinem Territorium bekundet hat."

    "Nimmt man ein jedes zu bauendes Objekt, so hat es in militär-strategischer Hinsicht keine allzu große Bedeutung. Aber die Zahl dieser Objekte nimmt immer weiter zu. Die Pläne werden umfangreicher und wir können das nicht außer Acht lassen. Wir können uns nicht gelassen zu den Perspektiven verhalten, da die Zahl dieser Elemente ausreicht, dass manch einer in mehreren Jahren der Versuchung nicht widersteht, dieses System gegen Russland anzuwenden."

    Wenn eine Flinte an der Wand hängt, werde sie früher oder später schießen, zitierte Lawrow aus Anton Tschechow.

    "Gleich nach der Bekanntgabe seiner Pläne durch Washington ersuchte Russland seine amerikanischen Partner um Erläuterungen. Kontakte werden seit einigen Monaten unterhalten (…) Vertreter in Washington beteuern, dass die ABM-Pläne nicht gegen Russland gerichtet seien."

    Russische Experten hätten auf dem Globus gezeigt, welchen Aktionsradius die gegenwärtigen iranischen Raketen hätten. Um die hypothetische Gefahr von Seiten des Irans abzuwenden, sollten die Radare und Abwehrraketen nicht dort stationiert werden, wo Washington das vorschlage.

    Lawrow sagte ferner, dass der Dialog fortgesetzt werde, und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die amerikanische Seite ihre Pläne klarer erläutert.

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