08:58 24 August 2017
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    USA wollen Russlands Raketen kontrollieren - „Nesawissimaja Gaseta“

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    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Washingtons verfolgt mit der Absicht, die Ukraine in das globale Raketenabwehrsystem einzubeziehen, weiter den Kurs auf eine militärische Überlegenheit.

    Eines der Ziele dieses Kurses besteht in der Entwertung des Atomraketenpotentials Russlands und Chinas, während der Schutz vor Paria-Staaten nur ein Vorwand für die Aufstellung einer globalen Raketenabwehr-Infrastruktur (ABM) ist. Diese Meinung äußert Wladimir Jessin, ehemaliger Chef des Hauptstabs der strategischen Raketentruppen Russlands, am Montag in der „Nesawissimaja Gaseta“.

    Nach der Aufstellung von ABM-Segmenten zu Land und zu See soll die dritte Raketenabwehrstaffel im Weltraum stationiert werden, so der Experte.

    2000 hatten zwar Russland und die USA eine Vereinbarung über ein gemeinsames Frühwarn- sowie Meldesystem über Raketenstarts unterzeichnet. Dieses Dokument wurde aber nie realisiert. Nun entschloss sich Washington, auf Konfrontation mit Russland in Sachen Schutz vor Atomraketen zu gehen. Die USA sind aus dem ABM-Vertrag ausgestiegen und haben dadurch mehr Handlungsfreiheit für ihre globale Überlegenheit.

    Nach der Aufstellung der drei amerikanischen Raketenabwehrstaffeln werden die russischen nuklearen Abschreckungkräfte ernsthaft abgewertet. Es wird zu einer realen Bedrohung für die Sicherheit des Staates kommen.

    Was die Aufstellung einer ABM-Radaranlage in Georgien anbelangt, so könnte sie auch der Überwachung des russischen Testgeländes Kapustin Jar dienen, betont Jassin. In Kapustin Jar werden nämlich Ausrüstungen für interkontinentale Raketen getestet. Auf diese Weise könnte das Pentagon überaus wertvolle Informationen über die russischen Nuklearkräfte bekommen.

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