07:59 19 Juli 2018
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    US-Raketenabwehr in Europa - keine Beeinträchtigung für Russlands Atomraketen

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Die Aufstellung der US-Raketenabwehr in Osteuropa wird keine schweren Auswirkungen auf die strategischen Atomwaffen Russlands haben.

    Das sagte der russische Generalstabschef Juri Balujewski am Dienstag.

    Das atomare Abschreckungspotential von Russland sei dadurch nicht beeinträchtigt, äußerte Balujewski auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti. Nach seiner Meinung wollen sich die USA mit Hilfe des Raketenabwehrsystems für russische und chinesische Atomraketen unerreichbar machen.

    Laut Balujewski haben die USA bereits mehrmals versucht, ihre Raketenabwehr in Europa zu installieren. In den 1980er Jahren hatten sie die so genannte Strategic Defense Initiative ins Leben gerufen, um sich gegen Irak, Iran und Nordkorea zu schützen. Der Irak und Nordkorea stellen laut Balujewski keine Gefahr mehr für die USA dar. Auch die iranische Gefahr wertet der russische Generalstabschef als übertrieben.

    Ihm zufolge streben die USA nach einer strategischen und technologischen Dominanz in der Welt. Deshalb übergeben sie ungern ihre Technologien an ihre Partner.

    Mit dem Raketenabwehr-System in Osteuropa wollen sich die USA gegen einen eventuellen Raketenüberfall der so genannten "Achse des Bösen" schützen. Hierzu zählt Washington vor allem Nordkorea und Iran. Die USA wollen daher zehn Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren. Russland verurteilt die Pläne und sieht dadurch das strategische Gleichgewicht gefährdet.

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