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    Chavez wappnet sich mit russischen Waffen gegen eventuelle US-Blockade - „Kommersant“

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    Hugo Chavez besucht Russland (23)
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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Novosti). Venezuela steht kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen mit Russland über den Erwerb von fünf bis neun U-Booten.

    Der Schlusspunkt könnte bereits während des für den 29. Juni geplanten Russland-Besuchs vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez gesetzt werden, berichtet die Tageszeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Es handelt sich um insgesamt neun Diesel-U-Boote, vier davon kommen aus dem neuen Projekt 677E Amur, die noch nicht einmal die russische Seekriegsflotte hat. Die Verhandlungen mit Venezuela wurden auch im staatlichen Rüstungshandelsunternehmen Rosoboronexport bestätigt.

    2004 bis 2006 hatte Russland acht U-Boote des Projekts 636 für insgesamt 1,8 Milliarden Dollar an China geliefert. Derzeit werden zwei solche U-Boote für Algerien gebaut.

    In den Jahren 2005 bis 2007 kaufte Venezuela außerdem 24 Jagdflugzeuge des Typs Su-30MK2V, Luftabwehrsysteme vom Typ Tor-M1, 35 Hubschrauber der Mi-Serie und 100 000 Kalaschnikows. Beim Umfang der 2006 und 2007 geschlossenen Rüstungsverträge wurde Venezuela zum zweitgrößten Abnehmer russischer Waffen hinter Algerien, mit dem im vergangenen Jahr Waffengeschäfte im Wert von 7,5 Milliarden Dollar geschlossen worden waren.

    Wie Vizeadmiral Armando Laguna, Chef der venezolanischen Seekriegsflotte, Ende Dezember erklärte, braucht sein Land die U-Boote, um den Schelf zu schützen, auf dem Öl gefördert wird. Venezuela zog die russischen U-Boote Amur dem deutschen U-Boot des Typs 212/214 und der französisch-spanischen Scorpene vor.

    Jetzt ist Venezuela dabei, zwei zuvor gekaufte deutsche U-Boote modernisieren zu lassen, womit deren Lebensdauer um zehn bis zwölf Jahre verlängert wird. Selbst wenn Caracas nur fünf russische U-Boote kaufen wird, wird es die größte U-Boot-Flotte in Lateinamerika haben: Peru hat sechs U-Boote, Brasilien fünf und Chile vier.

    Chavez’ Berater Alberto Rojas erklärte im März, Venezuela verstärkt seine Flotte, „um gegen eine eventuelle amerikanische Marineblockade der venezolanischen Ölfelder anzukämpfen und für den Fall einer direkten militärischen Konfrontation mit Washington“.

    Nach Ansicht von Konstantin Makijenko „gibt es vorerst keine eindeutigen Voraussetzungen für einen Militärkonflikt zwischen Venezuela und den USA“. „Sollte sich aber Caracas auf eine mögliche militärische Konfrontation mit Amerika einstellen, so entspricht der Erwerb der schweren Su-30-Jagdflugzeuge und einer ausreichenden Menge an U-Booten diesem Ziel bestens.“

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